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Seidenbaum, Seidenakazie, Schlafbaum

Albizia julibrissin Durazz.

Seidenbaum
Seidenbaum Blüte

Albizia-Arten sind mit ihrem filigranen, feingefiederten Laub, dem außergewöhnlichen, mimoseähnlichen Blütenschmuck und den flach gewölbten Schirmkronen sehr elegante, attraktive Blütengehölze. In Mitteleuropa ist nur die wärmebedürftige Albizia julibrissin in wintermilden, sonnigwarmen Standorten ausreichend frosthart.

Der Seidenbaum wächst in den gemäßigten Regionen Asiens vom Iran bis Ostchina und Japan. Der Name Albizia wurde dem Laubbaum zu Ehren des Adelsherrn Filippo degli Albizzi gegeben, der ihn 1749 von Konstantinopel nach Florenz gebracht hatte. Der Baum ist unter dem deutschen Namen „Seidenbaum“ bekannt; der Artname julibrissin stammt aus dem persischen Wort „gullbrichin“, was „Seidenblume“ bedeuten soll.

Albizia julibrissin ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schirmakazien (Albizia), die zur Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört.

Albizia julibrissin wächst als laubabwerfender Strauch oder bis 10 m hoher Baum. Seine mit zunehmendem Alter weit ausladenden Äste geben ihm die Form eines flachgewölbten Sonnenschirms. Die wechselständigen und gestielten Blätter sind 20 bis 30 cm lang und doppelt gefiedert. Die ca. 1 cm langen, filigranen Blättchen sind frischgrün gefärbt und sichelförmig, unterseits sind sie entlang der Mittelrippe behaart. Eine Besonderheit der Blätter ist, dass sie nachts und bei starker Trockenheit in „Schlafstellung“ zusammengefaltet sind (daher der Name „Schlafbaum“). Ab Ende Juni–Anfang Juli überrascht uns der Baum mit seinem außergewöhnlichen Blütenschmuck: hunderte rosaweiße Pinselblüten in endständigen Köpfchen mit bis 3 cm langen, rosaroten Staubblättern. Die Hülsenfrüchte bilden flache, bis 12 cm lange Schoten, die man den ganzen Winter an den Ästen hängen sieht.

Beim Seidenbaum handelt es sich um einen der schönsten Bäume, der den Gärten und Promenaden einen tropischen Zauber zu geben vermag und durch sein feines Laubwerk exotischen Charakter vermittelt.

Vorkommen: Marconipark, Kurpromenade, ein schönes Exemplar am Beginn der Passerpromenade bei der Theaterbrücke, in privaten Gärten.

PDF-Download Meraner Stadtanzeiger 13/2011 Meraner Stadtanzeiger 13/2011 - Botanischer Spaziergang - Dr. Wilhelm Mair (wm)

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