Botanischer Spaziergang im Meraner Stadtanzeiger, dem Wochenblatt für Meran



                                        

Die Schirmtanne

Sciadopitys verticillata (Thunb.) Sieb. & Zucc.

Die Schirmtanne wird wegen des regelmäßigen kegelförmigen Wuchses und der auffallenden quirlständigen, etwas exotisch wirkenden Nadeln als Zierbaum in Gärten und Parkanlagen gerne gepflanzt. Sie wird auch Japanische Schirmtanne genannt, weil sie in Japan beheimatet ist; sie gilt dort als heiliger Baum und kommt in Tempelanlagen häufig vor. Sciadopitys ist die einzige Gattung in der Familie der Schirmtannengewächse (Sciadopityaceae) innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen (Coniferales) und Sciadopithys verticillata ist...


                                        

Laubabwerfende Eichen

In Merans öffentlichen Parkanlagen und Promenaden sind acht Arten von laubabwerfenden Eichenarten vertreten. Europäische Arten sind die Flaum-, Stiel-, Trauben- und Zerr-Eiche, die ersten drei sind auch in Südtirol heimisch. Die Weiden-, Sumpf-, Rot- und Scharlach-Eiche stammen vom nordamerikanischen Kontinent; sie sind beliebt wegen der farbenfrohen herbstlichen Verfärbung der Blätter. Im Rahmen der Projekte „Schenk Meran einen Baum“ des Heimatschutzvereins Meran in den 1980er-Jahren und in der noch laufenden Aktion...


                                        

Der Südliche Zürgelbaum

Celtis australis L.

Der nach der letzten Eiszeit (sie endete vor ca. 10.000 Jahren) aus dem Mittelmeergebiet längs des Etschtales eingewanderte Südliche Zürgelbaum ist Bestandteil des natürlich gewachsenen Flaum­eichenwaldes, der sich besonders an den sonnigen Hängen des Küchelberges , entlang des Tappeinerweges und oberhalb Algund und bis Tirol hinauf ausgebreitet hat. Er ist in Teilen Afrikas , in der Türkei und im Mittelmeerraum beheimatet und erreicht in Südtirol seine Nordgrenze. Der Baum ist anspruchslos und wächst...


                                        

Zwei Gehölze aus fernen Ländern

Zwei exotische, allerdings selten anzutreffende Gehölze fallen im Sommer durch ihre auffälligen Blüten bzw. Blütenstände auf: das Asiatische Gelbholz und die Brasilianische Guave . Das Asiatische Gelbholz ( Maackia amurensis Rupr. et Maxim.) stammt aus dem Steppengebiet der Mandschurei im äußersten Nordosten Chinas und wird in Europa seit Mitte des 19. Jhs. wegen seiner schmucken Blätter und Blütenstände als Zierbaum gepflanzt. Er gehört in die Familie der Hülsenfrüchtler...

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Die Myrte schmückt die Braut

Myrtus communis L.

Die Myrte hatte in der Mythologie verschiedener Völker eine große Bedeutung. Sie galt schon in der Antike als Symbol für Schönheit, Jugend und Jungfräulichkeit. Die Braut wurde bei der Hochzeit mit einem Myrtenkranz geschmückt, ein Brauch, der sich mancherorts bis heute erhalten hat; der Strauch heißt deshalb auch Brautmyrte . Im Alten Testament der Bibel wird die Myrte an mehreren Stellen genannt. Die wohl älteste Erwähnung findet sie im babylonischen Gilgamesch-Epos (2100 – 600 v.Chr.). Einer...


                                        

Der Essigbaum

Rhus typhina L.

Wegen der schmucken und fein geschlitzten Blätter und ihrer farbenfrohen Herbstfärbung und auch wegen der karminroten, kolbenartigen Fruchtstände ist der Essigbaum zu einem gerne gepflanzten Gartengehölz geworden. Er stellt keine Ansprüche an den Boden und ist auch stadtklimafest. Beheimatet ist der Essigbaum in den Laubwäldern Nordamerikas ; seit Mitte des 17. Jhs. wurde er europaweit als Zierpflanze in Gärten und Parks eingeführt und ist von dort oft verwildert. Er ist ein ausläufertreibender und sich...


                                        

Der Riesen-Mammutbaum

Sequoiadendron giganteum (Lindl.) Buchh.

Vor 160 Jahren (1852) bekamen der englische Pflanzensammler William Lobb und der Schotte J. Matthew Kenntnis von riesigen und uralten Mammutbäumen im südlichen Kalifornien und schickten ein Jahr später die ersten Samen nach England und Schottland, aus denen Jungbäume gezogen und im Handel angeboten wurden. Der Mammutbaum ist inzwischen durch Anpflanzung weltweit verbreitet. Der Riesen-Mammutbaum ist vom englischen Botaniker John Lindley beschrieben worden (1853), er nannte ihn Wellingtonia gigantea zu Ehren eines der...


                                        

Duftende Blüten mitten im Winter

Den ganzen Winter hindurch kann man in den Parkanlagen und auf den Promenaden blühende Sträucher und Bäume mit meist duftenden Blüten entdecken: Ein verlässlicher Winterblüher ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum, Meraner Stadtanzeiger Nr. 03/2011). Der Lorbeerschneeball (Viburnum tinus, Meraner Stadtanzeiger Nr. 01/2011) beginnt bereits im November mit der Blüte und trägt im Winter die stahlblauen Beeren, aber auch der Winter-Duftschneeball (V. x bodnantense) und der Duftende Schneeball (V. farreri)...

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Die Kiefer

Teil 4

Die hochwüchsige Nuss- oder Weiß-Kiefer ( Pinus sabiniana Dougl.) stammt aus Kalifornien .  Mit dem Namen sabiniana wollte der schottische Botaniker und Gärtner David Douglas (1799-1834) seinen Freund Joseph Sabine (1773-1837) ehren, der als Finanzbeamter und Sekretär der Royal Horticulural Society seine Sammeltätigkeit förderte. Der Stamm dieser Kiefer teilt sich an der Basis oft in starke, nach oben strebende Äste. Die sparrige Krone ist spärlich mit blass blau-grünen Nadeln besetzt,...


                                        

Die Kiefer (Teil 2)

Pinus sp. L.

Eine weitere im Mittelmeergebiet typische Kiefernart ist die Aleppo-Kiefer ( Pinus halepensis Mill.). Der bis 15 m hohe Baum fällt auf wegen seiner graugrünen, dünnen und weichen Nadeln , die bis 10 cm lang sind und zu zweien gebündelt, oft pinselartig gehäuft an den Kurztrieben stehen. Der Stamm und die Äste sind oft gebogen oder gedreht. Die Baumkrone ist kugelig bis schirmförmig. Die kleinen, rotbraunen Zapfen ähneln denen unserer Wald-Kiefer, stehen wie diese zu 2-3 zusammen und sind kurz gestielt. Die...


                                        

Der Lebensbaum

Thuja L. sp.

Eine aus Ostasien und Nordamerika stammende Pflanzengattung hat mit fünf Arten und vielen Kulturformen als beliebtes Ziergehölz in Parkanlagen und Gärten weltweite Verbreitung gefunden: der Lebensbaum . Thuja gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) und ist auf den ersten Blick nicht leicht von den ähnlichen Scheinzypressen (Chamaecyparis) zu unterscheiden ( Meraner Stadtanzeiger Nr. 19 vom 05.10.2012). Alle Thuja-Arten und ihre Formen sind immergrüne Bäume oder Sträucher , deren Zweige...


                                        

Die Hopfenbuche

Ostrya carpinifolia Scop.

Die Hopfenbuche ist der Vertreter des „Flaumeichengürtels“, der die Schattenlagen an den westlichen Berghängen (Forst, Marling, Tisner Mittelgebirge, vorderes Ultental) den Südhängen (Küchelberg) vorzieht. Sie liebt sommerwarme Standorte, die jedoch eher luftfeucht als trocken sein sollten. Nach der Eiszeit ist diese Baumart aus dem Mittelmeergebiet über das Etschtal bis in inneralpine Täler vorgedrungen; geschlossene Bestände reichen im Eisacktal bis Klausen, im Vinschgau bis Naturns, einzelne Exemplare...

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Die Hainbuche

Carpinus betulus L.

Die Hainbuche wächst an seinem natürlichen Standort als schattenverträglicher Baum eingestreut in Laubmischwaldgesellschaften vor allem unter Eiche und Rot-Buche. Sie ist in den nördlichen gemäßigten Klimazonen Mitteleuropas bis Kleinasien beheimatet. Bei uns wird sie in Gärten und Parkanlagen als freistehender Baum und in Wohngebieten häufig als ungeschnittene oder geschnittene Hecke gepflanzt. Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und zusammen mit den...


                                        

Die Platane (2)

Die Platane hat in der Stadt vor allem eine ökologische Bedeutung , wenn dem Baum gute Lebens- und Standortbedingungen geboten werden: Sie spendet an heißen Tagen angenehmen Schatten, kühlt mit dem dichten Laubwerk durch Wasserverdunstung die Luft ab und wirkt als „Luftbefeuchter“; sie reinigt die Luft von Abgasen und Staub; sie prägt mit ihrem mächtigen Wuchs, der auffallenden, scheckigen Borke, den großen und schön geformten Blättern das Stadtbild sowohl als Allee- als auch als Einzelbaum. Das...


                                        

Die Platane, der unempfindliche Schattenspender (1)

Die Platane gehört schon lange zum Stadtbild Merans: Schöne und alte Exemplare von drei Arten stehen in Parkanlagen, an Plätzen und begrenzen fünf große Straßen als Alleebäume und spenden mit dem dichten Blätterdach im Sommer kühlen Schatten. Die Ahornblättrige Platane (Platanus x hispanica Münchh., Synonym Platanus x acerifolia (Ait.) Willd.) ist der am häufigsten gepflanzte Straßenbaum. Sie wurde um 1670 im Botanischen Garten von Oxford in England entdeckt. Dort entstand sie...


                                        

Zwei Sträucher mit besonders auffallenden Fruchtständen

Perückenstrauch & Blasenstrauch

Im milden Klima Merans findet der wärmeliebende und lichtbedürftige Perückenstrauch (Cotinus coggyria Scop.) günstige Voraussetzungen für sein gutes Gedeihen. Er ist in einem Gebiet heimisch, das vom Mittelmeergebiet über den Balkan und das südwestliche Asien bis China reicht. Der Perückenstrauch gehört in die Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Wegen seiner perückenartigen Fruchtstände und seiner besonders schönen Herbstfärbung ist er seit Mitte des 17. Jh. als...

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Der Sternjasmin

Trachelospermum jasminoides (Lindl.) Lem.

Der in Asien heimische Sternjasmin , auch Schnabelsame genannt (wegen der Samenform?), ist eine Kletterpflanze, die sich an Zäunen, Steinmauern, Bäumen und mit Hilfe von Klettergerüsten an Fassaden emporwindet. Er blüht ab Juni und fällt mit seinem starken, angenehmen Duft auf, den die auffällig windradartig gedrehten, weißen Blüten verströmen. Der Duft und die Blütenform und -farbe erinnern an den Echten Jasmin ( Jasminum officinale L.), was auch der Artname ausdrücken will. Der Echte...


                                        

Die Gleditschie

Gleditsia triacanthos L.

Die nach dem deutschen Botaniker J. G. Gleditsch benannte Gleditschie stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika . Sie kam um 1700 nach Europa und wird gerne als Park- und Zierbaum mit hohem Dekorationswert verwendet: Im Frühling trägt sie zartgrüne oder goldgelbe Blättchen, die ursprüngliche Art trägt an Stamm und Ästen Büschel von Dornen , die Herbstfärbung der Blätter ist schön gelb und die langen, dunkelbraunen Hülsenfrüchte hängen den Winter über am...


                                        

Die Chinesische Hanfpalme

Trachycarpus fortunei H. Wendl.

Mit Palmen und schneebedeckten Bergen oder ähnlichen Worten wird Meran als Kur- und Urlaubsort seit Mitte des 19. Jh. beworben. Im (normalerweise) ausgeglichenen und milden Klima (Merans Klima wird beschrieben als „gemäßigt kontinental bis submediterran“) fühlen sich nicht nur die Gäste wohl, auch die Palmen und die vielen kältefesten, immergrünen und sommergrünen Gehölze aus dem Mittelmeerraum, aus Asien, Nord- und Südamerika sowie Australien haben sich mit ihm angefreundet. Beim Anblick der...


                                        

Der Blauglockenbaum

Paulownia tomentosa (Thunb.) Steud. (Synonym: P. imperialis)

Im Frühling wird die blaue Blütenpracht des Blauglockenbaumes viel bewundert, auffallend sind seine großen, filzigen Blätter und die noch am Baum hängenden Samenkapseln des Vorjahres. Der Baum wurde nach der niederländischen Kronprinzessin und späteren Königin Anna Pawlowna (1795-1865), einer Tochter des russischen Zaren Paul I., benannt. Aus seiner Heimat China wurde er 1834 vom Würzburger Naturforscher, Arzt und Japankenner Philipp Franz von Siebold über Japan nach Europa gebracht. Der...

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Die Lorbeerkirsche

Prunus laurocerasus L.

Die Lorbeerkirsche ist ein beliebtes Ziergehölz. Sie wächst in Parkanlagen und Gärten meist als mehrstämmiger, hoher und buschiger Strauch, freistehend als kleiner Baum, häufig als beschnittene Hecke zur Begrenzung von Wegen, Straßen und Grundstücken, auch als Wind- und Sichtschutz. Die Lorbeerkirsche wird in die Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gestellt und ist mit dem Lorbeerbaum (Laurus nobilis) nicht näher verwandt. Der Artname laurocerasus verweist auf die lorbeerähnlichen Blätter (...


                                        

Die Zierquitte

Chaenomeles Lindl. sp.

Schon zeitig im Frühjahr begegnet uns häufig ein reich blühender Strauch, den K. Honeck mit einem „brennenden Busch“ vergleicht: die Zierquitte oder Scheinquitte . Die zu den Rosengewächsen (Rosaceae) zählende Gattung Chaenomeles umfasst drei Arten, die Japanische Zierquitte , die Chinesische Zierquitte und die Großfrüchtige Zierquitte . Wie ihre Namen andeuten, sind die Sträucher in Japan und China beheimatet. Die Chinesische Zierquitte gelangte schon 1796 nach Europa, während die...


                                        

Der Gewöhnliche Judasbaum

Cercis siliquastrum L.

Der in unseren Gärten und öffentlichen Parkanlagen wachsende Gewöhnliche Judasbaum ist eine Baumart in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die natürliche Verbreitung erstreckt sich über die Mittelmeerländer in Südeuropa und Vorderasien. Das im Frühling sehr auffallende Blütengehölz wächst als großer Strauch oder als kleiner, oft mehrstämmiger Baum und erreicht Wuchshöhen bis zu 10 m. Er liebt warme, geschützte Standorte und ist in der Jugend etwas...


                                        

Die üppige Blütenpracht der Prunus-Arten

Zahlreiche Prunus-Arten und -sorten gehören dank ihrer überreichen Blütenfülle im Frühling zu den gärtnerisch wichtigsten Blütenbäumen und -sträuchern. Es sind immergrüne und laubabwerfende Bäume und Sträucher in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Von den laubabwerfenden Arten werden bei uns besonders häufig die Kirschpflaume ( Pr. cerasifera ) und deren purpurblättrige Form, die Blutpflaume ( Pr. cerasifera „Pissardii“ ) sowie die Japanische Zierkirsche (...

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Die Fichte

Teil 2

Die einzige in Mitteleuropa heimische Fichte ist die uns allen bekannte Gemeine Fichte (Picea abies) oder Rottanne . Wir stellen zwei weitere fremdländische Arten vor, die durch ihre elegante, spitz-kegelförmige bis säulenförmige Wuchsform und die besondere Form der Nadeln auffallen. Die Serbische Fichte [ Picea omorika (Pancic) Purk.] wurde um 1875 im Tara-Gebirge am Oberlauf der Drina in Jugoslavien (Grenzgebiet zwischen Bosnien und Serbien) entdeckt, zum Erstaunen der Botaniker, die die Art nur aus Standorten an...


                                        

Die Fichte (1)

Picea sp. A. Dietr.

Die einzige in Mitteleuropa heimische Fichte ist die uns allen bekannte Gemeine Fichte ( Picea abies ) oder Rottanne . Wir stellen zwei fremdländische Arten vor, die durch ihre elegante, spitz-kegelförmige bis säulenförmige Krone und die besondere Form der Nadeln auffallen. Die Orient-Fichte ( Picea orientalis (L.) Link.), auch Kaukasus-Fichte und Sapindus-Fichte genannt, ist beheimatet in den Gebirgen des nördlichen Kleinasiens sowie im Kaukasus und wird bei uns in Parkanlagen und Gärten als Zierbaum...


                                        

Die Silber-Akazie

Acacia dealbata Link.

Von der Riviera stammen die graugrünen Zweige mit goldgelben rundlichen Köpfchen, die schon am Valentinstag als „Mimosen“ verschenkt werden. Die wahre Heimat der Silber-Akazie sind australische Trockengebiete , von wo sie 1864 nach Frankreich und dann in den ganzen Mittelmeerraum als Zierbaum in Parkanlagen und Promenaden eingebürgert wurde. Die Silber-Akazie, auch als „ Falsche Mimose “ bezeichnet, gehört in die Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Mimosengewächse...


                                        

Die Kalifornische Flusszeder

Calocedrus decurrens (Torr.) Florin

Ein besonderer Anziehungspunkt im Maiser Park ist die Kalifornische Flusszeder , auch Weihrauch-Zeder genannt, mit einem mächtigen Seitenast, der horizontal wächst und eine ideale Klettermöglichkeit für Kinder und Junggebliebene bietet. Der in Obermais angelegte Park wurde 1898 zur Erinnerung an das 50-jährige Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Joseph I nach diesem benannt. Die damals gepflanzten Kalifornischen Flusszedern haben sich zu stattlichen Bäumen entwickelt und sind aus dem Erscheinungsbild des Parks nicht...

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Die Tanne (2)

Abies sp. Mill.

Die Griechische Tanne ( Abies cephalonica Loud.) ist im Süden Griechenlands und im Peloponnes beheimatet. Sie wächst dort auf Kalkgestein und kann längere Sommertrockenheit ertragen. Als Zierbaum wird sie wegen ihres schnellen Wachstums und schönen Aussehens angepflanzt. Die waagrecht abstehenden Äste tragen glänzend hellbraune Zweige, an denen rundum die bis 2,5 cm langen , flachen, starren und stechend zugespitzten Nadeln stehen. Sie sind oberseits glänzend dunkelgrün und unterseits...


                                        

Die Tanne (1)

Abies sp. Mill.

Der Name Tanne wird für viele Nadelbäume verwendet: z.B. wird die Fichte (Picea) als Rottanne bezeichnet; die Hemlocktanne (Tsuga), die Douglastanne (Psudotsuga), die Zimmertanne (Araucaria) und die Sicheltanne (Cryptomeria) haben zwar mehr oder weniger entfernte Ähnlichkeit mit ihr, gehören aber nicht zur Gattung Abies. Die Tanne gehört in die Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und wächst vor allem in der gemäßigten Klimazone der nördlichen Erdhalbkugel. Sie stellt an den Nährstoffgehalt im Boden...


                                        

Die Douglasie

Pseudotsuga menziesii (Mirb.) Franco

Die Douglasie, auch Douglas-Fichte oder Douglas-Tanne genannt, hat ihre Heimat im westlichen Nordamerika bis Mexiko und ist dort einer der wichtigsten und am weitest verbreiteten Nadelbäume; sie liefert dort auch das meiste Nutzholz. In Europa wird die Douglasie gerne als Ziergehölz gepflanzt und erreicht als Parkbaum oft imposante Größen. Sie ist in Deutschland und Frankreich auch der häufigste, nicht heimische forstlich genutzte Nadelbaum. In Südtirol wurde sie nach 1960 im Forstbezirk Kaltern-Mitterberg in...


                                        

Die Zeder

Teil 2

Die Himalaja-Zeder , auch Deodar-Zeder genannt [ Cedrus deodara (D. Don.) G. Don.] ist gekennzeichnet durch eine breitpyramidale Krone, deren langer Leittrieb peitschenartig überhängend und die Zweigenden nach unten hängend sind. Die Äste stehen waagrecht ab. Die weichen Nadeln sind jung noch hellgrün bis blaugrün, später dunkelgrün und mit 3-5 cm die längsten der Zedernarten . Die bis 12 cm langen Zapfen sind fassförmig. Die Heimat dieser Zedernart sind die Bergwälder des Himalajagebietes...


                                        

Die Zeder

Cedrus sp. Trew

Aus botanischer Sicht wird das Stadtbild von Meran am stärksten von den majestätischen Zedern geprägt. Sie wurden ab Anfang der 50er-Jahre des 19. Jh., als sich die Stadt ihrer Rolle als Kur- und Gartenstadt bewusst wurde, in großen Gärten und Parkanlagen vielfach gepflanzt, sodass Meran heute jene Stadt im Alpenraum ist, die die meisten Exemplare an Zedern aufweist. Wegen des im Meraner Becken herrschenden milden Klimas wachsen sie hier rasch und sind verhältnismäßig widerstandsfähig gegen die Emissionen,...


                                        

Die Spindelsträucher

Euonymus sp.

Die Spindelsträucher werden hauptsächlich wegen ihrer Fruchtform und - farbe sowie herbstlichen Laubfärbung angepflanzt. Zur Gattung Euonymus gehören sommergrüne und immergrüne kleine Bäume und aufrechte oder niederliegende, seltener auch kletternde Sträucher , die der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae) zugeordnet werden. Beheimatet sind die Spindelsträucher in Europa, Asien und Mittel - und Nordamerika . Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Himalaja und in Ostasien. Der...


                                        

Lawsons Scheinzypresse

Chamaecyparis lawsoniana (A.Murr.) Parl.

Die Scheinzypressen sind im Erscheinungsbild den echten Zypressen ( Meraner Stadtanzeiger Nr. 3 vom 10.02.2012) sehr ähnlich, sodass die Arten früher noch in die Gattung Cupressus eingereiht worden sind. Wegen einiger Merkmale wurde die eigenständige Gattung Scheinzypresse (Chaemocyparis) geschaffen: die Endverzweigungen sind stärker abgeflacht, die Unterseite der Blätter zeigt meist weiße Spaltöffnungszeichnungen, die Zapfen sind kleiner und die Samen reifen noch im gleichen Jahr ab. Beheimatet sind die...


                                        

Der Blasenbaum

Koelreuteria paniculata Laxm.

Der Blasenbaum , auch Blasenesche genannt, hat viele Qualitäten, die seine Verwendung als Zierbaum in den Gärten und Parkanlagen rechtfertigen: Er blüht im Sommer mit leuchtend gelben Rispen und bildet dann dreikantige, aufgeblasene Kapseln; im Herbst färben sich die Blätter gelb bis orangebraun; er verträgt Boden- und Lufttrockenheit und ist stadtklimafest. Der in Ostasien (China, Korea, Japan) beheimatete und 1763 nach Europa eingeführte Baum ist dem im 18. Jh. lebenden deutschen Naturforscher J. G. Koelreuter...


                                        

Rot-Buche

Fagus sylvatica L.

Die Rot-Buche ist ein in weiten Teilen Europas heimischer Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie wird gewöhnlich als Buche bezeichnet; Rot-Buche wird sie genannt wegen der leicht rötlichen Färbung des Holzes. Die Buche ist eine der schönsten Laubholzarten unserer Wälder. Der inneralpine Charakter schließt jedoch buchenreiche Wälder in Südtirol aus. Größere Bestände findet man am Mendelzug (Altenburg bei Kaltern) und im Naturpark Trudner Horn (Schattenhänge...


                                        

Mönchspfeffer

Vitex agnus-castus L.

Der Mönchspfeffer oder Keuschbaum bildet an den Küsten und auf Geröllschotter von Flussufern sowie an Felshängen und Waldsäumen im Mittelmeergebiet , in den Balkanländern bis zur Krim und Zentralasien zusammen mit Oleander und Tamariskenarten eine charakteristische Pflanzengesellschaft. Vitex agnus-castus wird nach neuen molekulargenetischen Erkenntnissen in die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gestellt. Der bis 3 m hohe, wärmeliebende, sommergrüne Strauch wird häufig gepflanzt, weil...


                                        

Himmelsbambus

Nandina domestica Thunb. ex Murray

Mit dem uns bekannten Bambus hat der Himmelsbambus nichts gemein. Er macht aber mit drei besonderen Merkmalen auf sich aufmerksam: Die im Frühjahr grünen Fiederblätter verfärben sich im Herbst feuerrot. Im Sommer und Herbst erscheinen die weißen Blüten auf aufrechten Rispen. Diesen folgen die leuchtend roten, lang am Fruchtstand bleibenden Beeren. Der kleine, aus Asien (Japan, Zentralchina, Indien) stammende, zierliche Strauch wird wegen dieser Eigenschaften bei uns auf Promenaden, in Gartenanlagen und häufig auch...


                                        

Geweihbaum

Gymnocladus dioicus (L.) K.Koch

Julius Hermer beschreibt in seinem „Büchlein“ über „Die Pflanzen in den Anlagen und Gärten von Meran-Mais“ (1905) den Amerikanischen Schusserbaum , wie der Geweihbaum auch genannt wird, in der Gilfanlage auf der „Kanzel“ unterhalb der Zenoburg. Heute findet man zwei Exemplare am rechten Passerufer beim Gilfsteg, der seit 1960 die Gilfpromenade mit der Sommeranlage verbindet. Der Reiz des Baumes liegt in der geweihförmigen Verzweigung der Äste, in den großen gefiederten...


                                        

Glänzender Liguster

Ligustrum lucidum Ait.

Wenn vom Liguster geredet wird, meint man meistens die für Schnitthecken verwendeten, anspruchslosen Ligusterarten: den sommergrünen Ligustrum vulgare, Gewöhnlicher Liguster und den Ligustrum ovalifolium, Ovalblättriger oder Wintergrüner Liguster . Sie werden bei uns häufig zur Grünverbauung an verschiedensten Standorten angepflanzt. Ein schöner Liguster, der in unseren Parkanlagen, Gärten und Promenaden, sowie als Alleebaum an Straßen gerne angepflanzt wird, ist der Glänzende Liguster...


                                        

Virginischer Wacholder

Juniperus virginiana L.

Der Artname „virginiana“ verrät die Herkunft des Baumes aus dem Bundesstaat Virginia im östlichen Nordamerika . Dort verwendete man das Holz zur Fertigung von Bleistiften (deshalb Bleistift-Zeder genannt) und Zigarrenkisten. Der Baum wurde schon im Jahre 1664 in Europa eingeführt. Im 18. Jh entwickelte sich das Holz der Virginischen Rot-Zeder , wie der Baum auch genannt wird, zum Modeholz und wurde verschwen-derisch für Holztäfelungen und für hochwertige Möbel verwendet. Den Namen Rot-Zeder erhielt der Baum...


                                        

Eschenblättrige Flügelnuss

Pterocarya fraxinifolia (Lam.) Spach.

Dieser Baum ist in Meran selten anzutreffen. Das hat wohl mehrere Gründe: Er stellt an den Boden etwas höhere Ansprüche, dieser soll tiefgründig sein und stabile Feuchtigkeit bieten. Die weit ausladende Krone benötigt eine beträchtliche Fläche (etwa 200 m²). K.L. Honeck schreibt in seinem Buch „Merans südländischer Pflanzenschmuck“ , dass der Baum deshalb ein „Einzelgänger“ geblieben ist. Die Eschenblättrige Flügelnuss ist eine Laubbaumart in der Familie der...


                                        

Zedrachbaum

Melia azedarach L.

Die hübschen Blüten im Frühjahr und die leuchtend gelben Früchte im Winter machen den Zedrachbaum zu einem beliebten Zierbaum. Große Bedeutung hat er auch als Straßenbaum. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art ist der Süden und Südosten Asiens , wobei die Grenzen nicht bekannt sind. Der Zedrachbaum bevorzugt am natürlichen Standort ein feucht-warmes Klima und ist als junger Baum empfindlich gegen Trockenheit, Winterkälte und Beschattung. Der Zedrachbaum, auch Pater­nosterbaum...


                                        

Gemeine Robinie

Robinia pseudoacacia L.

Der Hofgärtner mehrerer französischer Könige, Jean Robin, brachte die Gemeine Robinie im 17. Jh. aus Nordamerika nach Frankreich, von dort gelangte der Baum als exotisches Ziergehölz in Parkanlagen nach England, Deutschland und Italien. Ihm zu Ehren wurde der Baum Robinia genannt. Er ist von allen Fremdgehölzen in Europa die Art mit der größten Ausbreitung. Die Gemeine Robinie stellt geringe Anforderungen an den Boden und man erkannte in ihr eine geeignete Baumart für die Wiederaufforstung von Wäldern,...


                                        

Gewöhnliche Rosskastanie

Aesculus hippocastanum L.

Auf der Kurpromenade, in der Nähe der Postbrücke, stehen zwei Rosskastanienbäume, die zu den beeindruckendsten Bäumen der Stadt Meran gehören ( R. Zeller, Meran: blühende Gärten, mediterrane Parks, romantische Promenaden; 2009 ) und als Naturdenkmal ausgewiesen sind. Im Jahre 1846 sind mehrere Rosskastanienbäume auf der „Wassermauer“ gepflanzt worden und die zwei monumentalen Bäume stammen wohl aus dieser Zeit, in der man auch begann, die Promenaden aufzuwerten und Ruheplätze für die...


                                        

Taschentuchbaum und Blumen-Hartriegel

Taschentuchbaum Im April blühen in Parkanlagen und privaten Gärten zwei Gehölze, die mit ihrem eindrucksvollen Schauapparat, der die Insekten anlocken soll, besonders hervorstechen; im Herbst fallen sie wegen der prächtigen Verfärbung der Blätter auf: der Taschentuchbaum oder Taubenbaum ( Davidia involucrata Baill.) und der Blumen-Hartriegel ( Cornus florida L.). Beide Gehölze gehören zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Beim Taschentuchbaum stehen um die...


                                        

Glyzinie, Blauregen

Wisteria Nutt.

Im April hüllt das Blütenmeer der Glyzinie Balkone, Mauern und Gartenzäune, Bäume, Pergolen und Rankgerüste über Hauseingängen und Parkplätzen ein. Die prachtvollen blassvioletten, oft amethystfarbenen oder rosa getönten und auch rein weißen Trauben mit Schmetterlingsblüten erscheinen in Massen vor den Blättern und verströmen noch dazu einen angenehmen Duft. Die Glyzinie , auch Wisterie und Blauregen genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler...


                                        

Kornelkirsche, Gelber Hartriegel

Cornus mas L.

Die Kornelkirsche ist ein in Süd- und Mitteleuropa heimischer attraktiver Frühlingsblüher und gehört in die Familie der Hart­riegelgewächse (Cornaceae). Der Artname mas (lat.) bedeutet männlich und bezieht sich auf die Holzqualität; früher wurde mit männlich „Grobes“ oder „Hartes“ bezeichnet. Der langsam wachsende, sommergrüne Strauch oder kleine Baum erreicht bei uns eine Höhe bis 5 m und bildet eine breitbuschige bis halbkugelige Krone. Die...


                                        

Chilenische Araukarie

Araucaria araucana (Mol.) K. Koch - (Syn.: Araucaria imbricata)

Einer der wenigen Bäume, die aus Südamerika zu uns eingeführt worden sind, ist die Chilenische Araukarie , auch Chile-Tanne, Schuppentanne und Schlangenbaum genannt. Die Heimat dieses urweltlich anmutenden Baumes sind die südchilenischen und argentinischen Anden , wo er auch geschlossene Bestände bildet. Benannt ist der Baum nach der südchilenischen Provinz Arauco. Er gehört zur Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae) in der Ordnung der Nadelhölzer (Coniferales) und ist verwandt mit unserer Tanne...


                                        

Sicheltanne

Cryptomeria japonica D. Don

Das trockene Klima Merans bietet nicht die geeigneten klimatischen Bedingungen zum guten Gedeihen der Sicheltanne, deshalb wachsen in den Parkanlagen nur mittelgroße Exemplare im Schatten anderer Bäume. Die Bäume finden in ihrer Heimat Japan , wo sie „Sugi“ genannt werden, und Südchina die besten Voraussetzungen zum Wachsen vor: kühle Lagen mit reichlich Niederschlägen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Sie bilden dort ausgedehnte Waldbestände und werden forstwirtschaftlich genutzt. Wegen des...


                                        

Zypressen (Himalaya & Arizona)

Cupressus

Arizona-Zypresse Die Arizona-Zypresse ( Cupressus arizonica  Greene ) sticht besonders durch ihr blaugrünes Blattwerk und die rötlichbraune Rinde hervor. Sie ist ein immergrünes Zypressengewächs (Cupressaceae), das in den Bergen Arizonas (Nordamerika) und Mexikos beheimatet ist. Von den fünf Varietäten dieser Art, die von manchen Botanikern als eigene Arten angesehen werden, kommen bei uns zwei Varietäten vor: die Rauborkige Arizona-Zypresse (C. arizonica var. arizonica) und die Glatte...


                                        

Mittelmeer-Zypresse, Säulen- und Trauer-Zypresse

Cupressus sempervirens L.

Ein charakteristischer Nadelbaum des Mittelmeergebietes schmückt auch in und um Meran die Promenaden, die Gartenanlagen von Ansitzen, Hotels, Villen und Gehöften sowie Hausgärten und Straßen und gibt der Landschaft mit seiner eleganten Säulenform ein südländisches Gepräge: die Mittelmeer-Zypresse . Ihre Heimat sind die gebirgigen Gegenden Kleinasiens und des Nordirans . Von dort gelangte sie über Griechenland und Zypern in den gesamten Mittelmeerraum . In der Toscana und an den Berghängen des...


                                        

Colletia

Comm. ex Juss.

An der Gilfpromenade unterhalb der Zenobergstraße überraschen uns in einem Steinbogengewölbe seltsame Sträucher, die mit ihren Stacheln und bedornten Dreiecken ein wehrhaftes Bild abgeben. Es sind Colletia cruciata und Colletia spinosa , die zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae) gehören und mit dem an den trockenen Hängen des Küchelberges vorkommenden Immergrünen Kreuzdorn ( Rhamnus alaternus ) verwandt sind. Colletia cruciata Gill.&Hook., Ankerpflanze : Die bleichgrünen Zweige...


                                        

Stechpalme

Ilex aquifolium L.

In Merans Gärten und Parkanlagen ist die Stechpalme häufig anzutreffen. Ihre korallenroten Früchte, die sich kontrastreich vom dunklen Laub abheben, machen sie zu einem sehr beliebten Zierbaum. Mit Palmen ist die Pflanze allerdings nicht verwandt. Der deutsche Namensteil „ Palme “ lässt sich vielmehr von der Tradition ableiten, dass am Palmsonntag mangels echter Palmen Zweige von immergrünen oder zu dieser Jahreszeit bereits ergrünten Pflanzen (Weiden -„ Palm kätzchen“, Buchsbaum, Stechpalme)...


                                        

Kaki, Kakipflaume

Diospyros kaki L.

Die schmackhaften Früchte des Kakibaumes sind auch bei uns gut bekannt. Der Kakibaum kam allerdings erst Anfang des 20. Jahrhunderts nach Südtirol. Um 1800 gelangte er aus Japan und China nach Europa und erfreute sich bald großer Beliebtheit als Fruchtbaum. Im Mittelmeerraum, wo er in vielen Sorten angebaut wird, spielt der Baum eine größere Rolle. Der Kakibaum ist ein Ebenholzgewächs (Ebenaceae) und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen; er wird in China seit über 2000 Jahren genutzt. Der...


                                        

Palmlilie, Yuccapalme

Yucca L.

Die majestätischen Blütenschäfte der Palmlilien und Agaven bringen ein fremdländisches Gepräge nach Meran und ergeben am Tappeinerweg und in den Gartenanlagen schöne Fotomotive. Die stacheligen Blattrosetten machen die Palmlilien das ganze Jahr über zu einem Blickfang; am schönsten aber sind sie, wenn sich ihr prachtvoller Blütenstand entfaltet. In ihrer Heimat werden sie auch „Baum des Lebens“ genannt, weil sie einem ständigen Überlebenskampf ausgesetzt sind. Das natürliche...


                                        

Ginkgo, Fächertanne

Ginkgo biloba L.

Mit dem Gedicht Ginkgo biloba schickte J.W. von Goethe 1815 an seine späte Liebe Marianne von Willemer auch Ginkgoblätter: Sie sind für ihn Sinnbild für Liebe und Freundschaft, auch Symbol zweier in inniger Freundschaft verwachsener Seelen. Er machte sich aber auch als Wissenschaftler Gedanken über den Baum. Ginkgo biloba Dieses Baumes Blatt, der von Osten Meinem Garten anvertraut, Gibt geheimen Sinn zu kosten, Wie’s den Wissenden erbaut. …. Der Ginkgobaum ist in vieler Hinsicht...


                                        

Amberbaum

Liquidambar styraciflua L.

Die herbstlich farbenprächtige Blattkrone macht den Amberbaum zu einem beliebten Ziergehölz. Der Baum stammt ursprünglich aus dem östlichen und südöstlichen Amerika , wurde 1681 in Europa eingeführt und schon bald in südlicheren Ländern als weitgehend winterharter Zierbaum in Gärten und Parkanlagen angepflanzt. Liquidambar styraciflua wird neuerdings in der kleinen Familie der Altingiaceae innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) eingeordnet. Früher wurde die Gattung zur Familie...


                                        

Dornige Ölweide

Elaeagnus pungens Thunb.

Die Dornige Ölweide ist eine in Ostasien (Japan, China) beheimatete Pflanzenart aus der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) und wird in Parkanlagen und Gärten als immergrünes, duftendes Ziergehölz und häufig als Hecke angepflanzt. Besonders Sorten mit farbigem Laub sind beliebt. Der langsam wachsende Strauch hat eine sparrig verzweigte Wuchsform, erreicht Höhen von 3-4 m und ist mit Dornen ausgestattet. Eine Eigentümlichkeit des Strauches besteht darin, dass Zweige der langen Triebe unter...


                                        

Duftblüte, Duftender Ölbaum

Osmanthus fragrans Lour.

Wer im Herbst in den verschiedenen Parkanlagen Merans spazieren geht, begegnet häufig einem angenehmen Duft. Dieser wird von Blüten verbreitet, die sich im Herbst entfalten: die unscheinbaren Blüten der Duftblüte (Osmanthus) und die einer Gewürznelke ähnlich sehenden Blüten der Ölweide (Elaeagnus) . Die Duftblüte ist ein in Ostasien (Japan, China) beheimateter immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und wird gerne als Zierpflanze in...


                                        

Losbaum, Schicksalsbaum

Clerodendron trichotomum Thunb.

Der wärmebedürftige Losbaum entwickelt sich im klimatisch günstigen Gebiet des Etschtales gut. Seine Heimat sind die Hartlaubwälder Japans und Ostchinas mit warmen und feuchten Sommern und gebietsweise milden Wintern. Wegen der auffälligen Blüten werden viele Arten als Zierpflanzen gezogen. Die Ansprüche des Losbaumes sind gering, der Schmuckwert ist aber zu jeder Jahreszeit groß. Der Losbaum oder Losstrauch ist früher zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) gestellt, inzwischen aber in die...


                                        

Indische Lagerströmie, Affenrutschbaum

Lagerstroemia indica L.

Die in den tropischen bis subtropischen Gebieten Asiens und Australiens beheimatete Indische Lagerströmie wird im Mittelmeerraum vielfach als Zierpflanze angepflanzt. Carl von Linné benannte die Pflanze nach seinem schwedischen Freund und Naturforscher Magnus Lagerstroem, der ihm aus seinen Asienreisen Pflanzen mitbrachte, die in Europa unbekannt waren. Eine davon nannte er ihm zu Ehren Lagerstroemia. Die Lagerstroemia, auch Affenrutschbaum und Kreppmyrte genannt, wird in die Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) gestellt....


                                        

Granatapfelbaum

Punica granatum L.

Der Gelehrte und Geschichtsschreiber Plinius der Ältere (1. Jhd. n. Chr.) berichtet, dass die Römer sehr gut schmeckende Granatäpfel aus Karthago, einer nordafrikanischen Stadt der Punier (Synonym für Phönizier) importierten. Aus dem Punicum malum (Punischer Apfel) oder Malum granatum (Gekörnter Apfel) der antiken Römer hat der Botaniker Linné den lateinischen Namen Punica granatum abgeleitet. Punica bezieht sich auf die Herkunft des Granatapfels und granatum leitet sich von granum = Korn her, und...


                                        

Japanischer Schnurbaum

Sophora japonica (L.) Schott.

Die Heimat des Japanischen Schnurbaumes ist nicht Japan, wie der Name vermuten ließe, sondern China und Korea . Der Baum gelangte aber früh in die Tempelgärten Japans und es wurden zunächst nur die in japanischen Gärten vorhandenen Bäume bekannt. Um 1747 schickte der als Missionär und Chinaforscher tätige Jesuit Pierre d´Incarville die Samen des Baumes dem Botanischen Garten von Paris und damit gelangte der Baum nach Europa. Der Hülsenfrüchte tragende Baum ist eine Pflanzenart in der...


                                        

Großblütige Magnolie, Immergrüne Magnolie

Magnolia grandiflora L.

Die Heimat dieser Magnolie ist der Südosten Nordamerika s, wo sie als Charakterpflanze gilt. Im milden Klima, das in Meran herrscht, überwintert sie ohne Schwierigkeiten und sie wird häufig als Zierbaum angepflanzt. Ihre großen, weißen und seidig schimmernden Blüten sind nicht nur eine Augenweide, sondern mit ihrem intensiven Duft auch ein Genuss für die Nase. Die Großblütige Magnolie ist ein immergrüner Baum und erreicht bei uns eine Wuchshöhe bis 20 Meter. Der aufrechte Stamm trägt...


                                        

Seidenbaum, Seidenakazie, Schlafbaum

Albizia julibrissin Durazz.

Albizia-Arten sind mit ihrem filigranen, feingefiederten Laub, dem außergewöhnlichen, mimoseähnlichen Blütenschmuck und den flach gewölbten Schirmkronen sehr elegante, attraktive Blütengehölze. In Mitteleuropa ist nur die wärmebedürftige Albizia julibrissin in wintermilden, sonnigwarmen Standorten ausreichend frosthart. Der Seidenbaum wächst in den gemäßigten Regionen Asiens vom Iran bis Ostchina und Japan. Der Name Albizia wurde dem Laubbaum zu Ehren des Adelsherrn Filippo degli Albizzi...


                                        

Drüsiger Götterbaum

Ailanthus altissima (Mill.) Swingle (Syn.: A. glandulosa)

Durch seine Lebenskraft bisweilen lästig (Honeck) ist der Götterbaum (Ailanthus altissima). Seine Heimat ist China und die Molukken (eine indonesische Inselgruppe). Er ist Mitte des 18. Jahrhunderts vom Jesuitenmissionär Incarville in Europa eingeführt, dann in großen Gärten und Parkanlagen als Zierbaum angepflanzt worden und kommt heute in gemäßigtem und Mittelmeerklima häufig massenhaft wild wachsend vor (wie die Robinie). In einigen Staaten (z.B. Österreich, Schweiz) versucht man die weitere...


                                        

Gewöhnlicher Trompetenbaum

Catalpa bignonioides Walt.

Längs der Freiheitsstraße, vom Theaterplatz zum Bahnhof hin (bis zur Kreuzung mit der O.-Huber-Straße), blühen im Sommer stämmige Alleebäume, spenden wohltuenden Schatten und fallen im Herbst wegen der Fruchtkapseln auf, die aussehen wie Virginiazigarren (sie gaben dem Baum den Spitznamen Zigarrenbaum). Es ist der Gewöhnliche Trompetenbaum , dessen älteste Exemplare wahrscheinlich 1881 bei der Gestaltung der Habsburger Straße, jetzt Freiheitsstraße, gepflanzt worden sind. Das Alter sieht man manchen...


                                        

Tulpenbaum

Liriodendron tulipifera L.

Ein stattlicher Baum, der durch die Form und Größe der Blätter und Blüten und im Herbst durch die goldgelbe Färbung der Blätter auffällt, ist der Tulpenbaum . Liriodendron tulipifera ist eine Baumart aus der Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae) und wie diese aus botanischen Gründen sehr interessant. Er zeigt in seinen Blüten noch sehr ursprüngliche, wenig entwickelte Merkmale und gehört wie die Magnolie mit ihren auffälligen Blüten zu den einfachsten Blütenformen der...


                                        

Dingelorchis, Violetter Dingel

Limodorum abortivum (L.) SW.

Der Violette Dingel (Limodorum abortivum) ist eine Pflanzenart in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Das Hauptverbreitungsgebiet dieser besonders wärmebedürftigen Orchidee liegt im Mittelmeerraum und im südlichen Mitteleuropa. In Südtirol findet man die Pflanze in lichten Buschwäldern (vor allem bei Hopfenbuche und Eiche) und Föhrenwäldern im Etschtal, im Vinschgau bis Schlanders (bis ca. 900 m Meereshöhe), während sie ins Eisacktal nicht mehr vordringt. Im Meraner Raum finden wir sie in den...


                                        

Photinie, Sägeblättrige Glanzmispel

Photinia serrulata Lindl.

Im Mauerwinkel östlich des „Wetterhäuschens“ bei der Wandelhalle schmiegt sich ein schöner, über 100 Jahre alter Baum an die Mauer des Gebäudes der Englischen Fräulein: die Photinie oder Sägeblättrige Glanzmispel . Die Glanzmispeln (Photinia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der botanische Gattungsname leitet sich vom griechischen Wort photeinós = glänzend ab und bezieht sich auf die glänzenden Blätter. Die Photinie wurde 1804...


                                        

Stern-Magnolie

Magnolia stellata (Sieb.& Zucc.) Maxim.

Die Stern-Magnolie eröffnet den Blütenreigen der Magnolien. Sie ist wegen ihres Blütenreichtums eine besondere Zierde in den Parkanlagen und Gärten. Sie ist ein langsam wachsender, sommergrüner Strauch , der etwa 2-4 m Wuchshöhe erreicht. Der Stamm verzweigt sich kurz über dem Boden und bildet eine breite Krone. Die jungen Triebe und die Knospen sind dicht seidig behaart. Die wechselständigen Blätter werden bis 10 cm lang, ihre Spitzen sind stumpf und ihr Rand ist meist gewellt. Die Oberseite der...


                                        

Tulpen-Magnolie

Magnolia x soulangeana Soul.-Bod.

Beide Eltern-Arten der bekannten und sehr häufig gepflanzten Tulpen-Magnolie stammen aus China: die Yulan-Magnolie (M. denudata) und die Purpur-Magnolie (M. liliiflora). Sie wächst bei uns als breit ausladender Strauch oder als 3-6 m hoher kurzstämmiger Baum . Die wechselständigen, kurzgestielten Blätter sind 10-15 cm lang und zur Spitze hin verschmälert, oberseits frischgrün, unterseits mehr oder weniger behaart. Die Blütenknospen werden schon im Herbst angelegt; zwei seidig behaarte, schuppenähnliche...


                                        

Mandelbaum

Prunus dulcis (Mill.) D.A.Webb

Der Vorfrühling überrascht uns mit dem reichen Blütenzauber des Mandelbaumes und des Davids-Pfirsich. Der Mandelbaum (Pr. dulcis) (auch Pr. amygdalus und Amygdalus dulcis) ist ein unempfindlicher und langlebiger Baum , der bei uns als Ziergehölz verwendet wird. Der Mandelbaum wird seit 4000 Jahren kultiviert. Er hat asiatische Ursprünge und gelangte über Persien bis nach Ägypten, von dort über Griechenland ins Römische Reich. Karl der Große (8. Jh. n. Chr.) trug sehr zur Verbreitung des...


                                        

Forsythie

Forsythia x intermedia Zabel

Honeck schreibt: Von allen Jahreszeiten am meisten besungen ist zweifellos der Frühling und mit diesem Wort eng verbunden ist für den Garten- und Pflanzenfreund die Vorstellung blühender Magnolien-Bäume und das Blütenfeuerwerk der Forsythia-Sträucher. Beide Blütengehölze schmücken zwar auch die Gärten und Parks nördlich der Alpen, es wird uns jedoch versichert, dass sich die genannten Ziersträucher bei uns hier bedeutend reichblühender präsentieren. Die Forsythien (Forsythia)...


                                        

Magnolien

Magnolia spp.

Die Magnolien gehören im Frühling zu den Stars in Parkanlagen und Gärten: Mit den großen und auffälligen Blüten gehören sie zu den prachtvollsten Blütenbäumen, die bei uns gepflanzt werden. Die aristokratisch anmutenden Blüten leuchten in reinem Weiß oder erfrischenden Rosatönen, manche beeindrucken mit dunklem Purpurrot und es gibt auch gelb blühende Sorten. Die Gattung Magnolia gehört, wie auch der nahe verwandte Tulpenbaum ( Liriodendron tulipifera ), zur Familie der...


                                        

Winterjasmin, Nacktblütiger Jasmin

Jasminum nudiflorum Lindl

Der Winterjasmin gehört zur Pflanzengattung Jasminum in der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Er stammt ursprünglich aus dem nördlichen und westlichen China und gelangte 1844 auch nach Europa. Heute ist er eine Zierpflanze an geschützten Stellen oder Wänden und Steinmauern entlang der Promenaden, in Parks und Gärten. Der Winterjasmin ist ein sommergrüner Strauch mit grünen, vierkantigen, ginsterartigen Zweigen . Er gehört zu den Spreizklimmern und braucht ein Gerüst, andere...


                                        

Winterblüte

Chimonanthus praecox Link.

Die Winterblüte, ein aus China stammendes Gewürzstrauchgewächs (Calycanthaceae) fällt uns am Ende der Winterpromenade und nach dem Betreten der Gilfpromenade gleich hinter dem Gilf-Café wegen des starken und besonders angenehmen Duftes auf, den die Blüten verströmen. Der Gattungsname Chimonanthus kommt aus dem Griechischen cheimón = Winterzeit und ánthos = Blüte und bezieht sich natürlich auf die Blüte im Winter. Der Strauch ist auch noch unter dem alten Namen Calycanthus bekannt....


                                        

Japanische Zaubernuss

Hamamelis japonica Sieb. et Zucc.

An der Gilfpromenade, nicht weit entfernt von der Winterblüte (Chimonanthus), begegnet man dem im Winter blühenden und angenehm riechenden Zierstrauch , der Japanischen Zaubernuss. Die Zaubernuss ist eine Pflanzengattung in der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae) mit nur fünf Arten in Nordamerika und Asien. Die gute Winterhärte dieses Gehölzes ist auf die Höhenlage des Naturstandortes in Bergtälern mit seinen langen und harten Wintern zurückzuführen. Der langsam wachsende...


                                        

Der blühende Schneeball

Lorbeerschneeball, Steinlorbeer, Viburnum tinus L.

Der Lorbeerschneeball (Viburnum tinus), auch Lorbeerblättriger Schneeball, Immergrüner Schneeball oder Mittelmeer-Schneeball und Steinlorbeer genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae). Den Namen Schneeball verdankt die Pflanze ihren schneeweißen Blüten, die bei einigen Arten tatsächlich wie große pralle Schneebälle aussehen. Der Lorbeerschneeball ist neben dem schon beschriebenen Erdbeerbaum ein wesentliches Element der mediterranen Macchia und dort beheimatet....


                                        

Christrose, Schneerose, Schwarze Nieswurz

Helleborus niger L.

Häufig sehen wir in den Gärten an beschatteten Stellen zur Weihnachtszeit die Christrose blühen. Sie wird deshalb auch Weihnachtsrose genannt. Die Christrose (Helleborus niger) ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Wegen der Schönheit ihrer Blüten und der ungewöhnlichen Blütezeit im Winter gehört sie schon seit langem zu den attraktivsten Gartenzierpflanzen. Aber auch in der Pflanzenheilkunde wird sie schon seit der Antike genutzt. Die mehrjährige...


                                        

Japanische Mispel, Wollmispel

Eriobotrya japonica Lindl

„Die Krone für Schmuckwert unter den hier eingebürgerten überseeischen Immergrünen dürfte der „Japanischen Mispel“ zugesprochen werden“ (Honeck, 1977), die man in mehreren Parkanlagen und Gärten bestaunen kann. Die Wollmispeln (Eriobotrya) sind eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der bekannteste Vertreter der Gattung ist die „Japanische Mispel“, auch „Wollmispel“ genannt, die in Europa als Zierpflanze und...


                                        

Westlicher Erdbeerbaum

Arbutus unedo L.

Wer im Herbst und Winter am Tappeinerweg wandert, begegnet einem kleinen Baum, der zur gleichen Zeit immergrüne Blätter, kleine weiße Blüten und rote Früchte trägt. Es ist der „Westliche Erdbeerbaum“. Die Erdbeerbäume (Arbutus) sind eine Pflanzen gattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Der „Westliche Erdbeerbaum“ ist im westlichen Mittelmeergebiet heimisch und bildet dort mit anderen Arten den typischen Macchia-Wald. Angepflanzt wird er bei uns als Zierbaum. Er...