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Effiziente Organisation des Kleiderschranks

Nun, meine Damen und modeorientierten Herren, haben Sie Ihren Kleiderschrank schon auf die neue Saison getrimmt? So richtig von Grund auf, mit Antimotten-Reinigung (Essig ins Wischwasser und Lavendel für die nächsten sechs Monate), Waschen und anschließendem „Einsackeln“ der winterlichen Lieblinge, bis auf ein erfreutes Wiedersehen im September. Und zuletzt die Königsdisziplin: Was darf bleiben, was muss gehen?

Und da wird es schwierig, denn da spielt dann vieles mit hinein:

Die Kleider z.B. mit „zu wenig Stoff“ – irgendwann passe ich bestimmt in das bewusst ein wenig zu knapp gekaufte Teil, sollte ja ursprünglich d i e Motivation im Kampf um die paar Kilos sein ...

Das schlechte Gewissen – die teilweise recht kostenintensiven „Fehlkäufe“, die sich nachträglich als Flop entpuppten bzgl. Schnitt, Qualität oder Farbe.

Die emotionalen Teile, die ich zwar nie mehr tragen werde, zum Weggeben mir jedoch die notwendige Konsequenz fehlt.

Nun, Sie können die Geschichte beherzt an einem schönen Nachmittag angehen, oder sich professionelle Hilfe holen (1 Std. Euro 50, und glauben Sie mir – als neutrale Garderobenberaterin schafft man in gut einer Stunde – fast alles)

Es geht nun darum,  Ihren heiß geliebten Kleiderschrank von Grund auf zu optimieren, übersichtlich und klar zu gliedern. Damit Ihr morgendliches Styling in Zukunft ein Klacks und nicht eine Zeit und Energie verschlingende Aktion wird.

Und mindestens genauso wichtig: Nachdem Sie Ihre Garderobe klar strukturiert haben, kristallisiert sich perfekt heraus, was Sie brauchen, vor allem aber auch, was Sie n i c h t brauchen, da es in irgendeiner Form vielleicht schon vorhanden ist.

Und nun geht es von der Theorie in die Praxis, d.h. Sie reservieren sich ausreichend Zeit für die erstmalige Entrümpelung Ihres Kleiderschranks – in Zukunft geht es dann natürlich schneller, wenn die Basis gewissermaßen geschaffen ist.

Nun hängen oder legen Sie alle Teile heraus, die Sie einige Zeit nicht mehr in Gebrauch hatten. Diese werden nun gewissenhaft analysiert. Teile, wo Änderungen notwendig und machbar sind, kommen zur Schneiderin.

Pullover z.B., deren Qualität Ihnen nicht behagt, werden geprüft, ob evtl. eine darunter getragene Bluse oder ein Shirt Abhilfe schaffen kann – ansonsten weg mit dem Teil. Es nervt und kratzt Sie in der nächsten Saison genauso.

Manchmal ist es die Farbe, die ein Oberteil zum Schrankhüter degradiert. Prüfen Sie, ob das Modell evtl. einen schönen (Seiden)Schal verträgt, in einer Farbe, die Ihnen steht und somit guttut, in Gesichtsnähe.

Und gelegentlich ist es schlicht ein fehlender Kombipartner, der ein – an sich geliebtes Teil – in eine Schrankleiche verwandelt. In dem Falle: Notiz auf einen Spickzettel und bei der nächsten Shoppingtour ein Auge darauf werfen.

Übrigens: „weggeben“ ist nicht gleich „wegwerfen“ und geht in der Regel leichter von der Hand. Kleiderkammern, Secondhandläden, gemeinnützige Organisationen oder auch eine gute Freundin freuen sich und Sie sich selbst gleich mit, da die Ware in Gebrauch bleibt.

Und nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim „Loslassen“ – auf allen Ebenen – und in Zukunft eine mit Konsequenz, Freude und letztendlich persönlichem „touch“ aufgebaute Garderobe, die Ihnen jederzeit perfekt zu Diensten steht.

Weitere Modetipps: www.leoni.bz.it