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Qualität hat Vorrang

81 Prozent der Kunden verzichten auf einen Kauf, wenn die Beratung nicht stimmt – das ergab eine aktuelle, deutschlandweit durchgeführte Umfrage (lt. Magazin für Handels- und Dienstleister). Das Ergebnis besagt ganz klar, dass sich sehr viele Menschen nach wie vor eine kompetente und ehrliche Beratung wünschen.

In unserem digitalen und virtuellen Zeitalter hat der zwischenmenschliche Austausch also doch noch nicht ausgedient.

In wirtschaftlich angespannten Zeiten, wie die unsere sich aktuell präsentiert, ist es ohnehin von großer Bedeutung, in jedem Bereich vermehrt auf Qualität zu setzen. Gemeint ist in dem Falle neben Beraterqualität eben auch Qualitätsbewusstsein bei der Ware an sich. „Weniger ist einmal mehr“, wenn man sich von einem verlockend niedrigen Anschaffungspreis nicht blenden lässt.

Der Teufel steckt dann (nachträglich) nämlich meistens im Detail. Die mögliche Liste der Mängel ist lang, die Freude am Stück meistens relativ kurz. Das stört sehr junge Leute in der Regel nicht so sehr, da sie den schnellen Wechsel brauchen und lieben, wenn auch die finanziellen Möglichkeiten meist eher begrenzt sind. Doch stellen wir auch bei dieser Zielgruppe vermehrt eine gewisse Freude an einem gut verarbeiteten Stück fest. Dieses darf dann ein wenig länger bleiben als eine kurze Saison. Es findet seinen Platz, neben all dem Schnellen, Grellen und hat manchmal sogar das Zeug zum „Lieblingsteil“.

Es geht nämlich nicht ausschließlich um optische Werte. Auch und vor allem zählt das Wohlgefühl, wenn wir gewisse Sachen direkt am Körper tragen. Mindestens die Hälfte (besser ca. 80 Prozent) der Fasern sollten natürlichen Ursprungs sein, also Baumwolle, Viskose, Wolle, Seide, Leinen etc. Diese beugen nämlich unangenehmem „Hitzestau“, Allergien etc. vor und lassen den Körper atmen.

Mindestens gleich kompromisslos sollten wir beim Schuhwerk sein, da unsere Füße uns in der Regel treu und schmerzfrei durch (oft) lange und intensive Tage tragen.

Ein paar Grundregeln sollten wir uns zu eigen machen, speziell bei der Anschaffung sogenannter Basicmodelle, die uns längere Zeit begleiten dürfen: Je höher der Absatz, desto wichtiger ein weiches Fußbett, hilfreich sind auch sogenannte Plateausohlen. Die Weichheit und Geschmeidigkeit des Lederschuhes an sich ist ein Kriterium, welches nicht zu unterschätzen ist. Über eine exakte Passform freut man sich, wenn man das Gegenteil kennenlernen durfte.

Zusammenfassend kann man sagen: Sie dürfen überall gewisse Kompromisse eingehen, nur nicht bei der Qualität des Schuhwerks. Sparen lässt sich evtl. bei der Anzahl der Schuhe. Denn Ihrer Kreativität beim Erstellen von modischen Outfits sind kaum Grenzen gesetzt, wenn Sie über ein paar Basicmodelle in den Grundfarben verfügen.

Die Quietschbunten, die Sie aus einer Laune heraus erstanden haben und mit Freude und Überzeugung eine Zeit lang intensiv tragen, dürfen im „low-cost-Bereich“ angesiedelt sein, da Sie ihrer ohnehin bald überdrüssig sind.

Abschließend möchte ich mit einem Zitat des legendären Yves Saint Laurent schließen, der meinte: „In erster Linie zählt die Silhouette. Niemals überfrachten, nie zu viel Fantasie. Das geht auf Kosten der Anmut.“