Tierheim Naturns - Pressemitteilung

09. Mai 2024

Seit nunmehr 6 Jahren ist der Verein auf der Suche nach einer endgültigen Lösung, da sich damals bereits angekündigt hatte, dass die ehemalige Besitzerin der Immobilie in Naturns, dem Verein den Mietvertrag mit 2020 kündigen wird. Dementsprechend ist man damals proaktiv gleich zum damaligen Landesrat, Herrn Arnold Schuler gegangen und blieb seit März 2018 in dauerhaftem Kontakt mit ihm. Seit nun fast 4 Jahren (Juni 2020) befindet sich die EO Tierheim Naturns, in ihrer anfangs als „Zwischenlösung“ gedachten Unterkunft im Ultental.

In Vergangenheit haben wir des Öfteren davon berichtet, dass wir KONKRETE Grundstücke bereits gefunden hätten, gegen die prinzipiell nichts gesprochen hätte – jedoch war es immer wieder die Politik zentral von Bozen aus oder die lokale Gemeindepolitik, die unsere Vorhaben gestoppt haben. Dementsprechend haben wir uns bereits im Juni 2023 mit euch Medienvertretern getroffen und auch damals bereits kommuniziert, dass es die Politik in unserer Angelegenheit braucht, vor allem auch in Anbetracht der vielen bürokratischen Hürden, die sich uns als ehrenamtliche Organisation stellen. Bisher jedoch sind wir immer auf eine „Mauer“ gestoßen und haben unsere Energien (und sämtliche damit verbundenen Spesen) gefühlt für „Nichts“ investiert.

Aber: in der Zwischenzeit hat sich die Landesregierung geändert, damit einhergehend auch der Landesrat und dementsprechend sind wir heute hier, um zu kommunizieren, dass die Politik nun aufgewacht zu sein scheint und ein aufrichtiges Interesse für die Situation des Tierheimes zeigt. Bisher hatten wir zwar noch nicht die Möglichkeit uns mit dem neuen Landesrat Herrn Luis Walcher persönlich zu treffen, er hat aber bisher auf alle unsere Anfragen immer sehr schnell geantwortet und reagiert. Dadurch hat die Kommunikation zwischen den für uns sehr wichtigen Ämtern, wie z.B. dem Tierärztlichen Dienst in Bozen und Meran, aber auch mit der Bezirksgemeinschaft Meran, mit Herrn Bauer Reinhard, wirklich sehr gut funktioniert.

Dafür möchten wir uns bereits jetzt bedanken, denn es sieht aktuell wirklich danach aus, als würde ein neuer Wind wehen. Wir sehen von Seiten der Landespolitik mehr „Bewegung“. Natürlich sind die meisten Grundstücke, die nun in Frage kommen, teilweise wieder dieselben, welche bereits in den vergangenen 5-6 Jahren in Frage gekommen wären. Momentan würden hauptsächlich zwei Grundstücke in Frage kommen, bei denen wir offiziell eine Anfrage um Zuweisung des Grundstückes an die jeweiligen Landesämter gestellt haben.

Hierbei handelt es sich um folgende Grundstücke:

  • Das Grundstück (Ex-Schießstand) im Gemeindegebiet Meran bei der Naif
  • Das Grundstück (ehem. Munitionslager des ital. Heeres) im Gemeindegebiet Dorf Tirol

Dank der Anfragen der Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer erhielten wir nicht nur schwarz auf weiß die Antworten, dass prinzipiell bei beiden Grundstücken nichts dagegensprechen würde, sondern auch, dass das Landestierheim Sill effektiv an seinen Grenzen gekommen ist.

Dementsprechend wurde auch kürzlich ein Lokalaugenschein auf dem Grundstück in Meran gemacht und aus technischer Sicht sehen wir hier für unsere Vorhaben keine Probleme. Es steht auch konkret auf Meraner Gebiet ein Termin mit dem Bürgermeister Herrn Dario Dal Medico bevor, wobei auch die Vize-Bürgermeisterin Frau Katharina Zeller seit ihrer Amtszeit ihr Interesse in der Sache Tierschutz/Gnadenhof/Tierheim von Anfang an geäußert hat.

Auch auf Dorf Tiroler Gebiet wurde unser Antrag aus dem Jahre 2019 bei dieser Gelegenheit erneuert, obwohl wir damals mit der Gemeindeverwaltung auf eine harte Mauer stoßen. Während wir also in der Landespolitik mit Landesrat Walcher momentan zuversichtlich sind, ist nun wieder einmal die lokale Politik gefragt, d.h. ob die Politik auf Meraner oder jene auf Tiroler Gebiet das Projekt unterstützen und ob es zu einer Lösung kommen wird.

Es sind auch Beschlussanträge in der Gemeinde Lana und Meran deponiert worden, und zwar von der Grünen Dorfliste Lana und der Fraktion Grüne Meran. Der Antrag in Lana wurde bereits abgelehnt, mit der Begründung, dass die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt mit Herrn Bauer Reinhard sich gerade aktiv darum kümmert. Der Beschlussantrag der Gemeinde Meran wurde vertagt und wird in der nächsten Woche im Gemeinderat besprochen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir daran erinnern, dass per Regionalgesetz jedes Kerngebiet mit mehr als 20.000 Einwohnern verpflichtet wäre, ein Tierheim zu errichten. Aus diesem Grund wurde dazumal die Sill in Bozen zentral als Landestierheim errichtet. Mittlerweile ist diese Struktur jedoch selbst mit der aktuellen Situation überfordert und gerade deshalb möchten wir daran erinnern, dass es unabdingbar ist, dass ein Zusammenspiel von Land und Gemeinden dringend notwendig ist. In der Vergangenheit wurde der Ball immer nur hin und her geworfen, nun ist es jedoch an der Zeit aufzuwachen.

Wir sind sehr froh, dass uns der neue Landesrat Herr Walcher seine Aufmerksamkeit geschenkt hat und sich seiner Verantwortung gestellt hat.

Nun sind die Gemeinden Meran und Dorf Tirol gefragt.

Die Zeit des Wartens ist vorbei. Wir denken 6 Jahre „Dornröschen-Schlaf“ sind lange genug – vor allem wenn es den Anschein hat, als würde dieser Schlaf noch weitere Jahre andauern. Wir sind hier, mit der Aufforderung, dass den Parolen auch Taten folgen.

Die Struktur in Ulten war von vornherein nur eine Zwischenlösung – was ja grundsätzlich in Ordnung ist, wenn man eine Perspektive hat und man bedenkt, dass die Tiere in der Zwischenzeit eine Heimat hatten und nicht auf der Straße gelandet sind. Auf lange Frist gesehen, hat die Struktur im Ultental jedoch keinen Sinn und keine Zukunft. Sie frisst zu viel Geld, ist logistisch zu abgelegen und zudem findet man auch kaum Freiwillige zur Unterstützung. In dieser kleinen Struktur schaffen wir es auch nicht, die lange Anfrageliste an Hunden, aber auch an Katzen, abzuarbeiten.

Wenn wir bis Ende des Sommers 2024, keine konkreten Schritte sehen, dann werden wir uns Mitte September mit einer landesweiten von den Bürgern gewollten Petition wieder melden. Im schlimmsten Fall wird dann wie geplant (und wie Ende 2023 angekündigt), die Struktur im Ultental schließen.


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