Historisches im Meraner Stadtanzeiger, dem Wochenblatt für Meran



                                        

Schloss Rubein - ein Exkurs

Sowohl literarische als auch historische Quellen europäischer Herkunft sind von der christlichen Kultur beeinflusst, die unter anderem sowohl in Abbildungen als auch in Texten nachzuweisen ist. Setzt man sich damit auseinander, eröffnen sich Möglichkeiten, Rückschlüsse über religiöse und soziale Tendenzen der Auftraggeber zu ziehen, wie beispielsweise folgende, die im Zusammenhang mit Schloss Rubein in Obermais stehen. Gleich dem gesamten deutschsprachigen europäischen Raum, waren im südlichen Tirol und...


                                        

Der Schlachter, Metzger, Fleischhauer

Berufe historischer Zeiten

Etymologische Wurzeln der Berufsbezeichnung Das Wort Metzger ist auf das mittelhochdeutsche Wort metzjaere zurückzuführen, das wohl vom mittellateinischen macellare , was schlachten bedeutet, abgeleitet ist. Hat man einen Schlachter im Mittelalter noch als Knochenhauer bezeichnet, so werden heute diverse Begriffe dafür verwendet, wie Fleischhacker, Fleischhauer, Fleischmann, Fleischwerker (mlat. carnarius, carnifex, macellarius, lanio, laniarius ) und Schlachter.   Historisches Das Schlachterhandwerk...


                                        

Der Pechklauber, Pech(l)er oder Harzer

Nachteile der Harznutzung

Infolge der Harzgewinnung war mit einem Holzmassenzuwachsverlust zu rechnen. Auch die technische Holzqualität wurde beeinträchtigt. Lärchenholz wird nämlich durch das Anbohren auf „Lörget“ innerlich trocken und hart. Statt als Bauholz 50 bis 100 Jahre zu halten, überdauerte es durch übermäßigen Harzentzug nur wenige Jahre. Wenn Bohrlöcher außerdem nicht verschlossen werden, setzt die Fäulnis des Holzes ein. Hinzu kommt, dass der Harzverlust der Bäume zur geringeren...


                                        

Der Pechklauber, Pech(l)er oder Harzer

Die Pechsammler wurden oft auch „Pechmandlen“ genannt, denen früher die Kinder gerne nachliefen und um das „Kuipech“ (Kauharz) bettelten. Ein Pechler wusste, welche Sorte von der Sonn- oder Schattenseite eines Baumes Magendrücken, faule Zähne oder Halsschmerzen heilte. Sie bereiteten das sogenannte „Saupech“, das Kolophonium, zum Abhaaren der geschlachteten Schweine und lieferten das Pechöl gegen lästige Fliegen. (Wenn aus dem Terpentin das ätherische Öl abgetrieben und der...

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Krampus, Klaubau und andere Teufelsgestalten

Während der hl. Nikolaus in der Stube die Kinder zum Guten ermahnt, poltert der Krampus vor der Tür mit Rute und rasselnder Kette, dass es zum Fürchten ist. Ein solcher Hausbesuch, wie er vor einigen Jahrzehnten noch üblich war, ist heute überholt und abzulehnen, es muss deswegen aber nicht insgesamt die Gestalt des Teufels aus der Vorstellung und dem Gedächtnis verdrängt werden. Die Volksfantasie hat im Laufe der Zeit diese Figur als Sinnbild des Bösen in schillernden Farben ausgemalt und facettenreiche...


                                        

Maria im Weinberg

Neues Wandgemälde im Ortszentrum von Obermais Kürzlich hat der Kunstmaler und Grafiker Herbert Schönweger am Haus an der Ecke Dantestraße/Apothekergasse im Auftrag der Besitzerfamilie Bartolini ein schmuckes Wandgemälde angebracht, das „Maria im Weinberg“ zeigt. Dieses seltene Motiv erinnert hier an die ausgedehnten Weingärten, die vor weniger als 100 Jahren noch die Kulturlandschaft zwischen der einstigen Langen Gasse (heute Dantestraße) und dem Winkelweg prägten. Den Gedanken, an der Fassade ein...


                                        

Der Posamentenmacher

Berufe vergangener Zeiten (Teil 2)

Wer sich in den vergangenen Jahrhunderten ein neues Kleid anfertigen lassen wollte und über die notwendigen finanziellen Mittel verfügte, ließ sich zunächst vom Schneidermeister maßnehmen und fragte ihn, wie viel seiner Meinung nach hierfür Stoff notwendig wäre. Danach begab sich der Kunde zu den Gewandschneidern, suchte das Tuch aus und kaufte das verlangte Maß. Da das Tuch ungeschoren war, musste er es zum Tuchscherer tragen, ehe er es dem Schneider bringen konnte. Außerdem hatte der Kunde weiteres...


                                        

Der Maiser Waal, ein Baudenkmal aus vergangenen Jahrhunderten

Maiser Waal, so nennen Wanderkarten und Hinweisschilder kurz den Wasserwaal, der von Saltaus nach Obermais führt, der aber nach den Urkunden eigentlich „Obermaiser Trag- oder Neuwaal“ heißt. Er ist der höchstgelegene von den drei Maiser Waalen, die in weitem Bogen das Gebiet von Mais auf unterschiedlicher Höhe queren und voll in Betrieb sind. Der Waalsteig zwischen Schloss Planta in Obermais und dem Torgglerhof in Saltaus ist ein beliebter Wanderweg, der zu jeder Jahreszeit viele Einheimische und Touristen anzieht....

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Ein Bildstock in Obermais, der Erinnerungen weckt

Demnächst soll das Dach des Bildstockes an der Ecke Christomannosstraße/ Ifingerstraße mit Holzschindeln fachgerecht erneuert werden. Die Inschrift am Giebel weist auf das Baujahr 1930 hin und das Wappen auf die Freiherrenfamilie von Hoffmann. Den Auftrag zum Bau der kleinen Kapelle gab Philipp Baron von Hoffmann, Eigentümer der Villa Paulina, die später Villa Danica und heute Villa Hoffmann genannt wird. Vermutlich hat der Tod seiner Mutter Lydia von Hoffmann, gest. 1929, den Freiherrn bewogen, ein sichtbares Zeichen der...


                                        

Der Ameiseneiersammler

Berufe vergangener Zeiten (Teil 1)

Kindheitserinnerungen Denkt man an die vielen Ameisenhügel in unseren Wäldern, werden Kindheitserinnerungen wach. Bei der sonntäglichen Wanderung hatte einst so mancher Familienvater eine mit Schnaps bzw. destilliertem Wasser gefüllte Flasche im Rucksack, die dann im Wald vorsichtig im Ameisenhaufen bis knapp unterhalb der Flaschenöffnung eingebettet wurde, um sie für einige Stunden den fleißigen Tierchen zu überlassen, welche sie neugierig aufsuchten und in der Folge darin ihre Sekrete, die Ameisensäure,...


                                        

Auf den Spuren des k. u. k. Hoffotografen Bernhard Johannes

Am 28. August 2012 machten sich mein langjähriger Meraner Bergkamerad Walter Mantinger (ein Urgestein der AVS Sektion Meran) und ich auf, um auf den Spuren des Urgroßvaters meiner Frau Karin, des k. u. k. Hoffotografen Bernhard Johannes, von Partschins nach Pfelders zu wandern. Begleitet wurden wir von unseren Bergfreunden Karl Caneva und Walter Grafer (beide AVS Sektion Meran). Bernhard Johannes wurde 1846 in München geboren und zählte zu den wohl bedeutendsten Fotografen seiner Zeit. Sein Name ist u.a. auch eng mit der alpinen...


                                        

Die Brücken Merans

In der mehrteiligen Serie werden die Brücken Merans vorgestellt. Dabei wird in einer Art Chronik Wissenswertes zur Baugeschichte und zu den künstlerisch-architektonischen Eigenheiten dieser manchmal vernachlässigten, aber symbolträchtigen Bauwerke erzählt. Noch nie veröffentlichte historische Fotos sowie aktuelle Aufnahmen dokumentieren die Vorgängerbauten der heutigen Brücken und bebildern unsere kleine Chronik. Wir beginnen zwar mit dem Steinernen Steg (siehe Titelfoto), folgen dann aber der...

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Anfangs Krämerladen - heute Goldschmiede

Zur Geschichte eines alten Kaufladens in Obermais

Im März hat Goldschmied Erich Gufler sein Geschäft, das er seit 40 Jahren in der Dantestraße, Villa Himmel, geführt hatte, zum Brunnenplatz verlegt. In den Wintermonaten war das kleine Gebäude am Kirchsteig gegenüber dem Café Prantl zu diesem Zweck mustergültig renoviert worden. Zusammen mit seinen Töchtern Sabine und Karin, die ihrem Vater in das traditionsreiche Kunsthandwerk gefolgt sind, führt er nun im Zentrum von Obermais die Goldschmiede und das Uhrengeschäft als Familienbetrieb weiter....


                                        

Straßen und Seilbahnen aus russischer Hand - Tiroler Erinnerungen

Sie waren Kriegsgefangene in Tirol. Viele Tausend russische Soldaten, die im einstigen Welschtirol und im nördlicheren Tirol das öffentliche Wegenetz, Autobahnen und Seilbahnen errichteten. Weit mehr haben sie vor bald einhundert Jahren mit erbaut, als nur die Fleimstaler Bahn (1916-1917) und die Grödner Bahn. Das Trentino und auch die Südtiroler erinnern sich. Nun tun dies auch die Russen. „Italien, Österreich und Russland im Ersten Weltkrieg - Tiroler Erinnerungen“ war der Titel eines zweitägigen Kongresses in...


                                        

100 Jahre Volksschule Untermais

Rückblick auf die Eröffnung der Schule im Jahre 1911

Bis zum Jahr 1911 bildeten die beiden politischen Gemeinden Ober- und Untermais einen einheitlichen Schulsprengel, die Schulgemeinde Mais. Seit Einführung der Schulpflicht sorgten beide gemeinsam für den Volksschulunterricht ihrer Kinder, wobei sofort einschränkend zu präzisieren ist, dass die Maiser Mädchen bis herauf in die 1880er-Jahre bei den Englischen Fräulein am Sandplatz die Schule besuchten. Das erst 1887 erbaute Maiser Mädchenschulhaus befand sich unterhalb des heutigen Plankensteingebäudes, das 1905...


                                        

Flurnamen Quellen historischer Forschung

Teil 23

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...

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Flurnamen Quellen historischer Forschung

Teil 17

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...


                                        

Erneuerte Bildstöcke bei der Georgenkirche in Obermais

Während der inzwischen abgeschlossenen Maler- und Renovierungsarbeiten im Inneren der Georgenkirche sind kürzlich auch die beiden Bildstöcke am Stiegenaufgang zum Kirchplatz fachgerecht erneuert worden. Dabei hat man u.a. die Fresken vom Staub und vom Schmutz befreit, die sich im Laufe der Jahre speziell infolge des dichten Straßenverkehrs an den Gemälden angesetzt hatten. Schadstellen wurden behutsam ergänzt, Darstellung und Farbgebung hingegen unverändert belassen. Die zwei Bildstöcke wurden im Sommer 1914...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 11 – Obermais

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 10 – Obermais

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...

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Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 9 – Obermais

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 8 - Obermais

Moas (Mais): Die schöne Lehne von Mais ist im Verlaufe weniger Jahrzehnte eine Villenstadt geworden, aus der man nicht ohne Mühe die Namen und die Lage der alten Anwesen herauszulösen vermag, so Josef Tarneller in seinen Hofnamen des Burggrafenamts. Der erste Beleg des Namens Mais ist an einem römischen Weihestein bzw. Diana-Altar abzulesen, der im 17. Jh. angeblich im Zieltal oberhalb von Partschins aufgefunden wurde. Der Weihestein wird in das Jahr 217 bzw. 246 n. Chr. datiert und war zu Ehren des göttlichen Kaiserhauses...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 7 - Meran (Stadt)

Gilf (Gilf): Die Gilf bildet die enge Felsklamm der Passer unterhalb des Burgfelsens der Zenoburg (mda. Zienperg ), durch eine besonders schöne Promenade erschlossen. Solche „Gilf-Bezeichnungen“ für enge Felsstellen und Bachklammen gibt es des Öfteren, so in Ratschings, auf der Mut (Tirol; beim Hof Klaus an der Mittermut), in Fartleis (St. Leonhard in Passeier). Zienperg (Zenoberg): Die Tiroler Höfe- und Häusergruppe hat ihren Namen von der dem Hl. Zeno geweihten und seit dem 5. Jh. bezeugten...


                                        

Beim Einsiedler in der Naif

Zieht der Frühling ins Land, erreicht er, etwas verspätet zwar, auch den schattigen Winkel am Eingang des Naiftales, wo das Marienkirchlein beim Einsiedler nach langer, eisiger Winterruhe mit dem Fest „Maria Verkündigung“ am 25. März wieder zu neuem Leben erwacht. Zunehmend begegnen wir dann wieder Menschen, die hier still in Andacht und Gebet verweilen, oder die auf dem von Schloss Labers hereinführenden Stationenweg zum Kirchlein pilgern. Eine historische Besonderheit ist die mit der Kirche verbundene, alte...

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Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 6 - Unterm Berg und Küchelberg

Kiechlperg (Küchelberg): Die lang gestreckte abgerundete Felszunge zwischen Dorf Tirol und Meran verdankt ihre Entstehung dem Zusammenprall der Eiszeitgletscher aus dem Vinschgau und dem Passeier. Von dieser runden Kiecheln ähnelnden Landschaftsform mag sich der Name ableiten. Der Küchelberg mit seinem Buschwerk (Flaumeichen, Kaktusfeigen, Zurgeln) und seinen Weinäckern gehört zum Großteil zur Gemeinde Tirol. Gnaid (Gnaid, Gneid). Der Name der Weinflur südlich des Dorf Tiroler Ortskerns leitet sich aus...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 5 - Etymologie

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 4 - „Auf der Meran“

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 3

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...

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Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 2

Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südtirol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef...


                                        

Flurnamen - Quellen historischer Forschung

Teil 1

In den folgenden Beiträgen sollen einige Flurnamen von Meran vorgestellt werden. Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs (Besiedlungsgeschichte, Vegetationsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte). Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Bei der Behandlung der Namen wird von Gemeindeteil zu Gemeindeteil vorgegangen: beginnend von Gratsch über Meran,...


                                        

Mais 1809 - Die Opfer des Tiroler Freiheitskampfes

Bei der Renovierung der „Gedächtniskapelle“ am Friedhof Maria-Trost in Untermais  haben 1990 Maiser Heimatpfleger und Schützen im Inneren eine Gedenktafel mit den Namen der Opfer von 1809 anbringen lassen. Das Sterberegister der Pfarre Mais verzeichnet diesbezüglich folgende Tote: Am 25. Mai blieben Martin Kofler, Dorner , und Valentin Walzl, Tagwerker , dann am 29. Mai Johann Trenkwalder, Riedinger-Sohn , auf dem Kampfplatz des Berg Isel und wurden zu Wilten begraben. Johann Nock , ein Sohn des...


                                        

Wo stand in Obermais die Kanzelemühle?

Der Mühlwaal, der schon seit Jahrhunderten in Obermais durch die Lazag fließt, trieb einst entlang des heutigen Lazagsteiges drei Mühlen, und zwar der Reihe nach die Greifen- oder Knäblmühle (heute Haus Rohregger), die Krippler- oder Mazeggermühle (inzwischen abgebrochen) und schließlich die Kanzelemühle. Diese stand, so wie die zwei erstgenannten, an einer Stelle, wo der Waal ein stärkeres Gefälle aufwies und das Wasser daher mit erhöhter Kraft in die Schaufeln der Wasserräder schoss. Heute...


                                        

Ernährungsweisheiten

„Hierumb so sage ich dir voran das dir nit mer schaden kann An deiner gesuntheit denn zevil unmessigkeit Darumb so fleisse dich hie bey das dein speise und drancke sey Alle zeitte gemessen wol one hunger niemant essen soll“ Im Laufe der Geschichte gab es eine ganze Reihe von verschiedenartigen Vorstellungen, welche Nahrungsmittel besonders bekömmlich und Kraft spendend seien. Vieles ist dabei beachtenswert, manches ist wohl der Rubrik „Aberglauben“ zuzuordnen. So ist überliefert, dass in...


                                        

Gedenkstein im Fineletal 1809-2009

Das Gedenkjahr „anno 1809“ birgt im Burggrafenamt viele Erinnerungen an die Tiroler Freiheitskämpfe, wo unter anderem am Küchelberg oberhalb Meran, am „Stickl Gassl“, auf dem alten Weg nach Schenna, oder nahe dem alten Weg in Kuens die tapferen Tiroler gegen Franzosen und Bayern kämpften. Im „Fineletal“ bei Kuens wurde unlängst, auf Initiative des Obmannes des Kuenser Heimatpflegevereins, Adolf Höllrigl, ein Gedenkstein in Erinnerung an die dortigen Gefechte zwischen Passeirern und Franzosen...