„Die Unendlichkeit des Sternenhimmels“

19. Mai 2020

Schüler der Fachoberschule für Bauwesen „Peter Anich“ erstellen architektonische Vorschläge für Stationen entlang des „Weges der Sterne“ in der Gemeinde Karneid
Am Freitag, 15. Mai fand eine ZOOM Videokonferenz zwischen den Schülern der Fachoberschule für Bauwesen „Peter Anich“, der Lehrperson Arch. Harald Seppi und den Vertretern der Gemeinde Karneid statt.
Auf Initiative des Vize-Bürgermeisters Albin Kofler ist im Rahmen des Interreg Italien Österreich Projektes „Skyscape“ geplant, Stationen entlang des neuen „Weges der Sterne“ vom Planetarium Südtirol in Gummer nach Obergummer zu realisieren. Konkret geht es um die Startstation in der Kehre in Gummer und um die Station beim „Tschiggmoor“. In den letzten Monaten erarbeiteten die Schüler unter der Leitung von Arch. Harald Seppi interessante Vorschläge für diese Erlebnispunkte. Eine Kommission hat die Skizzen gesichtet und einige davon ausgesucht. Diese Auswahl wurde im Rahmen der ZOOM Konferenz diskutiert.
Albin Kofler begrüßte die Teilnehmer zur Videokonferenz und bedankte sich herzlichst bei den Schülern für ihren großartigen Einsatz und die kreativen Vorschläge, welche eingegangen sind. Nadine Pircher und Hansjörg Ebnicher vom Planetarium Südtirol informierten die Teilnehmer über die von der Kommission ausgewählten Themen: die Schüler Niklas und Stefan Villgrattner haben sich für den Start des Weges einen Einstieg in das Weltall in Form eines Fotoapparates vorgestellt. Die historische Erkundung des Weltalls und der Planeten hat mit der Erfindung des Fernrohrs und in der Folge der Photographie begonnen. Somit soll auch der Themenweg zu Beginn durch einen Fotoapparat führen und für die Besucher den Eintritt ins Weltall darstellen.
Die Idee der „Unendlichkeit des Sternenhimmels“ skizzierten Sara Baldo, Samuel Vigl und Simon Messner. Eine Konstruktion aus einer unregelmäßigen Schleife repräsentiert die Idee der Unendlichkeit des Sternenhimmels mit seinen verschiedenen Facetten und bietet gleichzeitig Raum für Begegnungen und Interaktionen. Die wellenförmige Idee der kreisrunden Konstruktion bietet die Möglichkeit verschiedene Sitz- bzw. Liegepositionen einzunehmen und die umliegende Landschaft beim „Tschiggmoor“ wahr zu nehmen. Auch die nächtliche Beobachtung des Sternenhimmels ist dabei in Betracht gezogen worden.
„Flanieren an der Wasserkante“ ist das Motto der Schüler Fabian Ebner und Philipp Pichler.  Das Landschaftsbauwerk bildet den Übergang zum Wasser und entwickelt sich auf der nördlichen Seite des „Tschiggmoors“ aus dem Prinzip der gestuften wie lebendigen Faltung. Sitzhohe Böschungsmauern aus Beton mit Holzsitzflächen terrassieren das Terrain.
Die Skizzen der Schüler bilden die Basis für das Einreich- und Ausführungsprojekt zum „Weg der Sterne“, welches vom beauftragten Ingenieur Jörg Seehauser erstellt wird.
Die Planung und Realisierung der Stationen des neuen „Weges der Sterne“ wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020. Bereits seit 2011 profiliert sich die Gemeinde Karneid mit ihren Dörfern als „Erstes europäisches Sternendorf“.