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Editorial 08/2018

Es ist allgemein bekannt, dass UNESCO eine Liste des Weltkulturerbes führt, welche die schönsten und gefährdetsten Gebäude und Naturlandschaften der Welt erfasst. So soll gemäß Bürgermeister Rösch auch der Tappeinerweg von Meran zum UNESCO-Kulturerbe ernannt werden. Zum immateriellen Kulturerbe gehören aber auch Kulturformen wie Kochtraditionen, Tänze oder traditionelle Faschingsumzüge wie z.B. der Traminer Egetmann-Umzug, der ebenso in die UNESCO-Liste aufgenommen werden möchte. Viele von uns wissen...

Editorial 07/2018

Wasser wird überall und immer gebraucht. In den nächsten Jahrzehnten wird sogar noch mehr davon benötigt, denn die Weltbevölkerung wächst ständig. Bis 2040 dürften laut Prognosen der Vereinten Nationen statt sieben Milliarden bereits neun Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben. Und bereits jetzt sind etwa vier Milliarden Menschen im Verlauf eines Jahres mindestens einen Monat lang von Wassermangel betroffen. Die Landwirtschaft ist mit Abstand der größte Verbraucher des verfügbaren...

Editorial 06/2018

Die Parlamentswahlen sind vorbei und nun beginnt die Zeit des Wartens auf eine neue Regierung und tiefgreifende Reformen. Zum Glück haben wir Frühling! Gibt es denn eine schönere Reformbewegung als den Frühling? Der Frühling ist demokratisch, nicht politisch einseitig gefärbt. Seine Schönheit und seine Düfte sind für alle zugänglich und ohne sprachliche oder kulturelle Vorkenntnisse verständlich. Die Frühlingsnatur künstelt nicht, weil selbstverständlich einfach, und verspricht nichts...

Editorial 05/2018

„Schau hin!“ ist das Motto des Kulturerbejahres 2018. Mit zahlreichen Veranstaltungen soll auf unser gemeinsames kulturelles Erbe hingewiesen werden. Unsere Umgebung, Traditionen, Kunst, Gebäude, Landschaften, unser Essen und Handwerk, aber auch historische Straßen gehören zum Kulturerbe. Straßen sind weit mehr als Verkehrswege. Sie sind Zeitzeugen, die eine Epoche historischer Bautechniken reflektieren und Rückschlüsse auf vergangene Wirtschafts- und Lebensverhältnisse erlauben. Straßen sind also...

Editorial 04/2018

In der EU werden zirka 3 Mrd. Tonnen Abfall pro Jahr erzeugt. Dies entspricht 6 Tonnen Abfall pro EU-Bürger. Diese Abfallmenge steigt ständig und OECD-Schätzungen zufolge könnte die EU im Jahr 2020 45 % mehr Abfall erzeugen als im Jahr 1990. Diese Prognosen zwingen uns, auf ein Wirtschaftssystem umzusteigen, das mit unseren Ressourcen und unserer Umwelt im Einklang ist. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht die gesellschaftliche Verschiebung vom „Eigentum an Gütern“ zur „Nutzung von Gütern“. Aber nicht nur...

Editorial 03/2018

Es tönt aufrüttelnd. Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird immer größer. Die reichsten 42 Personen der Welt – allesamt Männer – würden gemeinsam so viel Vermögen besitzen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das schreibt die Hilfs- und Entwicklungs­organisation Oxfam in ihrem neuesten Bericht zur weltweiten Ungleichheit. Die weltweite soziale Ungleichheit ist demnach größer als angenommen. Die enorme Ungleichheit schließt nicht nur Millionen Menschen von...

Editorial 02/2018

Die Stiftung Haydn von Bozen und Trient gehört mit ihren drei Sparten Sinfonik, Oper und Tanz zu den größten und renommiertesten Kulturinstitutionen in der Region Trentino-Südtirol. Valeria Told, eine 38-jährige Meranerin, ist seit 2010 Generalsekretärin der Stiftung. Diese junge, dynamische Frau zeigt, wie es geht: Dank einer fundierten Ausbildung und hervorragender Qualifikationen gehört sie heute zu den weiblichen Spitzenmanagern unseres Landes. Die Zahl erfolgreicher Managerinnen ist hierzulande leider noch immer gering....

Editorial 01/2018

2018 wurde von der Europäischen Union zum „Europäischen Jahr des Kulturerbes“ erklärt. Ziel dieser Initiative ist die Schärfung des Bewusstseins für die europäische Geschichte und die europäischen Werte sowie die Stärkung des Gefühls einer europäischen Identität. Europa steckt derzeit in einer tiefen Krise und sieht sich großen Herausforderungen und Gefahren ausgesetzt: wachsende Ungleichheit, Flüchtlingsströme, Brexit, Sezessionsbewegungen, Rechtspopulismus oder einfach nur...

Editorial 24/2017

Südtirol zählt italienweit zur Hochburg des Ehrenamtes. Laut der letzten Schätzung von 2014 sind von 100.000 Bewohnern des Landes 3.000 ehrenamtlich tätig: 150.000 Südtirolerinnen und Südtiroler leisten Ehrenamtliches. Die daraus hervorgehende Wertschöpfung wird auf 2 % des Bruttoinlandproduktes Südtirols geschätzt. Dafür verdienen diese Persönlichkeiten unseren Dank und unsere Anerkennung. Viele Bereiche sozialer Arbeit könnten ohne ehrenamtliches Engagement nicht abgedeckt werden – und...

Editorial 23/2017

Schöner die Lämpchen nie leuchten! Tausende Lichter auf dem Christkindlmarkt erhellen auch heuer wieder die Passerpromenade. Doch was des einen Freud, ist bekanntlich des anderen Leid. Denn die elektrischen Lichtquellen sind auch der Grund dafür, dass es in vielen Städten keine Dunkelheit mehr gibt. Der Nachthimmel wird von ungenutztem oder nach oben gerichtetem künstlichem Licht aufgehellt und Lichtverschmutzung ist die Folge. Die Stadt Meran hat vor einigen Monaten erste Schritte zur Überarbeitung des öffentlichen...

Editorial 23/2017

Schöner die Lämpchen nie leuchten! Tausende Lichter auf dem Christkindlmarkt erhellen auch heuer wieder die Passerpromenade. Doch was des einen Freud, ist bekanntlich des anderen Leid. Denn die elektrischen Lichtquellen sind auch der Grund dafür, dass es in vielen Städten keine Dunkelheit mehr gibt. Der Nachthimmel wird von ungenutztem oder nach oben gerichtetem künstlichem Licht aufgehellt und Lichtverschmutzung ist die Folge. Die Stadt Meran hat vor einigen Monaten erste Schritte zur Überarbeitung des öffentlichen...

Editorial 22/2017

Deutschland war in diesen Tagen das Zentrum der Weltklimapolitik: Bei der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn tauschten sich Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt über den Klimawandel, den Klimaschutz und die Umsetzung des Pariser Abkommens aus. Der Klimawandel ist wissenschaftlich bewiesen und die Konsequenzen sind bereits heute, auch in Südtirol, deutlich zu spüren. Jeder Euro, den wir jetzt für Klimaschutz ausgeben, zahlt sich in sauberer Luft, in Gesundheit und in neuen wirtschaftlichen...