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Alte Handwerkskunst

Ein Tag in der Obermaiser...

Es ist gegen Mittag, als wir eintreffen. In der Federkielstickerei am Sissiweg in Obermais ist es ruhig, entspannt. Und dennoch kann man die Konzentration spüren, die in der Luft liegt. In der Werkstatt, die 2010 von Luis Thaler, einem gebürtigen Sarner mit 48-jähriger Berufserfahrung, gegründet wurde, entstehen nunmehr Unikate, die nicht nur Einheimische begeistern, sondern ihren Weg in die ganze Welt finden. Tradition und echtes Handwerk wird schließlich überall geschätzt. Aber alles der Reihe nach. Luis Thaler,...

Kulturgut „Unterer Untermaiser Mühlwaal“

Ein Waal ohne Waalweg

Stilles Frühlingserwachen: In den Waalen rinnt wieder das lebenspendende Wasser. In den letzten Wochen, noch bevor die weiß-rosa Blütenpracht in den Obstanlagen einsetzt, haben die „Waaler“ dafür gesorgt, dass die Rinnen der seit Allerheiligen unterbrochenen Wasserläufe rechtzeitig von Ablagerungen und Unrat geräumt und instandgesetzt wurden. Einkehr Zu den ältesten Waalen, die unsere Gegend in unterschiedlicher Höhenlage queren, zählt zweifelsohne der untere Untermaiser Mühlwaal, der...

50 Jahre im grünen Bereich

Die Geschichte der Gärtnerei...

„ Willst du das ganze Leben glücklich sein, dann werde ein Gärtner“ – so lautet ein chinesisches Sprichwort, und von diesem Glück und der Liebe zu Blumen und Pflanzen erzählt die Familiengeschichte der Familie Pozzi in Naturns. Die 50-jährige Familiengeschichte der Pozzis ist die Geschichte der ältesten Gärtnerei im Vinschgau und erzählt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die Familiengeschichte ist aber auch ein Spiegelbild der bewegten, sich ständig und immer schneller...

Bedrohtes Kulturgut: Die...

Straßen sind weit mehr als Verkehrswege. Sie sind Zeitzeugen, die eine Epoche reflektieren. Straßen legen oft ein eindrückliches Zeugnis historischer Bautechniken ab. Gleichzeitig erlaubt die Geschichte einer Verkehrsverbindung Rückschlüsse auf vergangene Wirtschafts- und Lebensverhältnisse. Straßen sind also wertvolle Kulturgüter, die es zu schützen und in ihrer Substanz zu erhalten gilt. Zu dieser Kategorie gehört auch die Gampenstraße, die in der Zeit von 1935 bis 1939 entstand und die...

Mieten statt kaufen – die Terra Rent...

Wenn der Winter so langsam zu Ende geht, stehen traditionell zu Frühlingsbeginn bekanntlich die einen oder anderen Reparatur- bzw. Instandhaltungsarbeiten im oder am Haus an. So muss der fleißige Heimwerker beispielsweise den Keller entfeuchten oder ambitionsreichere Pläne in Erwägung ziehen, etwa ein Schwimmbad im eigenen Garten anzulegen. Viele von uns schrecken aber vor den horrenden Kosten zurück, die mit einer professionellen Handwerksarbeit verbunden sind. Und so werden ehrgeizige Projekte wieder auf die lange Bank geschoben....

Ringen um Bildung

„Weiber sollen daheim bleiben,...

Fröhlich schauen die 30 jungen Frauen in die Kamera. Es ist ein Moment für die Ewigkeit. Ihnen ist etwas gelungen, was lange kaum jemand für möglich gehalten hatte: eine abgeschlossene Schulbildung. Schulbildung war lange Zeit für Mädchen nicht vorgesehen. Aufgenommen worden ist die Fotografie in den 1950er-Jahren bei den „Englischen Fräulein“ am Sandplatz. Die „Englischen Fräulein“, wie sie im Volksmund genannt werden, haben eine lange Tradition in Meran. Für viele war ihr Wirken ein Geschenk des...

Die Konzertmacherin

Valeria Told, Generalsekretärin...

Die Meranerin Valeria Told ist seit 2010 Generalsekretärin der Stiftung Haydn von Bozen und Trient, welche heute zu den renommiertesten Klangkörpern Europas zählt. Kulturmanagement hat die 38-jährige, dynamische Managerin von der Pike auf gelernt. Ihre Liebe zur Kunst und besonders zur Musik fing schon sehr früh an, wie sie erzählt: „Ich bin mit klassischem Ballett und dem Studium der Querflöte in Meran groß geworden und habe bereits als Jugendliche Theaterluft geschnuppert.” Beste Voraussetzungen,...

Hotel Tirolerhof

Die Gründerzeit Der Ausdruck Gründerzeit bezieht sich zeitgenössisch auf den europäischen wirtschaft­lichen Aufschwung des späten 19. Jahrhunderts, in dem Unternehmensgründer in relativ kurzer Zeit reich werden konnten. Einen entscheidenden Faktor für die rasante Wirtschaftsentwicklung bildete dabei der Eisenbahnbau. In Meran trug die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Bozen˗Meran maßgeblich dazu bei, noch mehr Touristen in die Passerstadt zu locken. Um dem Zustrom von weiteren Gästen gerecht zu...

„Unser Weihnachtsengel“ Sr. Ermelinde...

Von Meran bis nach Kamerun

Sr. Ermelinde Willeit ist keine gewöhnliche Ordensschwester. Seit über 40 Jahren lebt die gebürtige Südtirolerin nun in Kamerun, wo sie den Aufbau und die Entwicklung der Hilfsstation Shisong im Westen des Landes entscheidend mitgeprägt hat. Im Gespräch mit dem Meraner Stadtanzeiger erzählt die Missionsschwester, die in der Passerstadt die Handelsschule besucht hat, über die Entwicklungshilfe in Kamerun und über ihren persönlichen Lebensweg. Meraner Stadtanzeiger: Sr. Ermelinde, aus welchem Dorf in...

Intelligente Straßenbeleuchtung in Meran

Licht gehört zum Advent genauso wie die selbstgebackenen Kekse. Brennende Kerzen auf dem Adventkranz und mit Lichtern verzierte Fenster hinterlassen allesamt ein wohliges Gefühl. Licht verbinden wir mit Wärme und mit Sicherheit. Eine dunkle Straße oder ein finsterer Park dagegen machen Angst. Im Advent, wo es jeden Tag gegen 17 Uhr dunkel wird, scheint es daher umso wichtiger, dass überall Lichter brennen. Weltweit nimmt die künstliche Beleuchtung jedes Jahr um durchschnittlich 6 Prozent zu. Immer mehr Straßenlampen,...

Erdbau: Recycling auf hohem Niveau

Nach den Krisenjahren verzeichnet die Bauwirtschaft wieder einen Aufwärtstrend. Vor allem die Tourismusbranche hat damit begonnen, neue Strukturen zu errichten bzw. bestehende zu sanieren. Bei jedem Abriss entstehen bekanntlich Tonnen an Bauschutt, für die es einen Platz zu finden gilt. Allein schon aus rechtlichen Gründen wäre es heute nicht mehr möglich, das Altmaterial in der Falschauer-Etsch-Mündung zu deponieren, so wie es früher in den 70er-Jahren Brauch war. Südtirolweit entstehen jedes Jahr 1 Mio. Tonnen...

Haus der Ewigkeit

Der jüdische Friedhof in Meran

Vom Stadt- und Soldatenfriedhof durch eine Umfassungsmauer getrennt, verbirgt sich hinter dem Eisengitter mit dem Davidstern der jüdische Friedhof Merans. Er ist ein einzigartiges weit über Meran hinaus weisendes Denkmal, welches wie vielleicht nur der evangelische Friedhof die Glanzperiode einer k.u.k.-Kurstadt ersten Ranges widerspiegelt. Joachim Innerhofer, Leiter des jüdischen Museums in Meran, kommt angeradelt und sperrt den Friedhof auf, der bis vor kurzem untertags frei zugänglich war. „In den letzten Jahren hatten wir...