Frauen*marsch – Donne*inMarcia

Sa, 23.9.2023 in Bozen

21. September 2023

Frauen*marsch – Donne*inMarcia
scuotere Südtirol wachrütteln
einen Monat vor den Landtagswahlen
 

Sa, 23.9.2023 in Bozen
Start am Gerichtsplatz um 11 Uhr

 

Die Wahlurne ist ein Symbol für Demokratie. Am 22. Oktober finden in Südtirol wieder Landtagswahlen statt. Wir sind perplex über das Fehlen von Wahlversprechen und konkreten Maßnahmen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft in den Programmen fast aller 16 antretenden Listen. Wir nutzen unser demokratisches Recht auf Straßenprotest und fordern dazu einen Monat vor den Wahlen Konkretes ein.

Wusstest du, dass Südtiroler Frauen durchschnittlich die Hälfte der monatlichen Männer-Rente beziehen (735 Euro : 1.433 Euro)? Dass die wöchentliche Care- und Hausarbeit unter Erwerbstätigen 22,2 Stunden bei Frauen : 8,2 Stunden bei Männern beträgt? Dass die politische Repräsentanz ein Trauerspiel ist (13 : 103 Bürgermeister*innen, 2 : 7 Landesrät*innen), dass die gläserne Decke und Einkommensschere immer noch schmerzt und auch die Medien dem Willen der Frauen an Beteiligung mit ihrer Fläche wenig Rechnung tragen? Die aktualisierten Zahlen-Daten-Fakten im Manifest 2023 – siehe https://linktr.ee/frauenmarsch_donneinmarcia
 

Nach dem 1. Südtiroler Action Day Frauenmarsch-Donne in marcia im September 2021 und dem Frauenmarsch im Oktober 2022 folgt der 3. Protest- und Inspirationszug „Frauen*marsch-Donne*inMarcia“ durch Bozen. Diesmal am Samstag, 23. September mit Start am Bozner Gerichtsplatz um 11 Uhr und politisches Finale am Magnagoplatz.

Damit soll ein sichtbares Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt gegen Frauen* gesetzt werden. Zur Initiative zusammengefunden haben sich zahlreiche Südtiroler Feministinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen, die dazu alle – auch Männer – aufrufen, am Frauen*marsch teilzunehmen und die Forderungen nach einer gerechteren Gesellschaft weiterzutragen.


Wir haben uns für 5 konkrete Forderungen entschieden (siehe Anhang). Nicht, weil wir uns damit begnügen wollen. Die Liste ist länger und wächst aufgrund des scharfen Winds von rechts sowohl gesamtstaatlich als europaweit, aber auch lokal! Wir haben uns für diese 5 sehr konkreten Forderungen entschieden, weil sie in einem 5-jährigen Landtagsmandat realistisch umsetzbar sind, weil sie dringend und quantifizierbar, also für uns alle messbar sind.

Anlass für den „Marsch“ geben die unzähligen noch bestehenden Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen in allen Lebensbereichen, die Zurücksetzung von Frauen* aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechtsidentität, die nicht nachlassende Gewalt gegen Frauen (verbal-digital-sexualisiert-physisch), die alarmierend hohen Zahlen der in Frauenhäuser Schutzsuchenden und nicht zuletzt die immer länger werdende Liste jener Frauen, die Gewalt nicht überlebt haben. Dieser Tendenz gilt es entschieden gemeinsam entgegenzuwirken. Der Frauen*marsch – Donne*in Marcia gibt Gelegenheit, die eigene Stimme zu erheben und sich entschlossen gegen jede Form von Sexismus und Ungerechtigkeit aufzulehnen. Diese Sexismen beginnen mit der Abwertung und Geringschätzung von Mädchen und Frauen und reichen vom Gender Gap (data gap/pension gap/pay gap) über strukturelle Barrieren, die Frauen* daran hindern, Führungspositionen zu übernehmen oder in Medien gebührend repräsentiert zu werden, bis hin zur sichtbarsten Form von Gewalt an Frauen: dem Femizid. Die letzten in Südtirol wurden am vergangenen 13. August an Celine Frei Matzohl von ihrem ex-Partner Omer Cim in Schlanders und am 19. Februar an Sigrid Gröber von ihrem Partner Alexander Gruber in Meran verübt; in Italien sind es seit Jahresbeginn bereits an die 80 Femizide.

 

Der Parcours 2023
Der Frauenmarsch startet um 11 Uhr am Gerichtsplatz und zieht lärmend und farbenfroh vorbei an verschiedenen Symbolen und Orten, an denen Ungleichheit hierzulande (re)produziert wird – vom Gerichtsplatz über die Italienallee und Freiheitsstraße, den Siegesplatz, die Talferbrücke, Rosministraße, den Dominikanerplatz, Waltherplatz, Bahnhofsplatz bis hin zum Magnagoplatz, wo das große politische Finale ab ca. 12 Uhr stattfinden wird.
Ein Paradigmenwechsel bedingt, dass auf verschiedenen Ebenen parallel Hebel angesetzt werden und einer neuen Kultur von Respekt, Gleichbehandlung, sozialer Gerechtigkeit und Solidarität Platz gemacht wird. Denn gerechte Gesellschaften funktionieren besser als ungerechte.

Die Demo-Werkstatt 2023
Damit unsere Forderungen nicht nur hör-, sondern auch sichtbar werden, schreiben wir sie gemeinsam auf Plakate, Schilder, Shirts und Banner - am Samstag, 16. September im Museion von 10 bis 17.30 Uhr.
 

Aus dem Manifest von Frauen*marsch – Donne*inMarcia:
Der kollektive Drang nach Paradigmenwechsel versteht das Patriarchat als toxisch und betrachtet alle, selbst Männer*, nicht nur als Nutznießer, sondern auch als Opfer eines ungerechten und lähmenden Systems. Alle Feministinnen und Feministen sollen im Kampf gegen ungerechte und zutiefst menschenverachtende Gewohnheiten und Normen vereint werden zu einer Graswurzelbewegung: überparteilich, laizistisch und inklusiv. Was wir wollen, ist eine gerechte Gesellschaft für ALLE!
 


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