Grün, grüner, „Joe der Film“!

Auszeichnung

27. Juli 2022

 

„Joe der Film“ ist nicht nur der erste Südtiroler Comedy-Spielfilm, der von Südtirolerinnen und Südtirolern produziert wird, sondern nun auch eines der ersten Südtiroler Filmprojekte, das das „Green Shooting“-Zertifikat erhalten hat.

Seit zehn Jahren fördert IDM Südtirol bereits Filmprojekte, die auf Nachhaltigkeit und CO2-Emissionen achten. 2021 wurde für nachhaltige Dreharbeiten in Südtirol das „Green Shooting“-Zertifikat eingeführt. Bereits im Förderantrag bei der IDM Filmförderung verpflichtete sich die Produktion von „Joe der Film“ bestimmte Parameter einzuhalten, um die Dreharbeiten im Land so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Der Produzent von „Joe der Film“, Markus Frings, hält dieses Zertifikat seit kurzem in seinen Händen, da während der 24 Drehtage im Mai besonders auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung geachtet wurde. Dem Produktionsteam wurde der „Green Consultant“ Georg Zeller zur Seite gestellt, um dieses bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen zu betreuen und die Erfüllung der Anforderungen gegenüber der IDM und des Ökoinstitutes zu dokumentiere. „Durch die Leidenschaft, die die Joe-Crew an den Tag legte, war es einfach, die vorgeschlagenen Parameter zur Nachhaltigkeit, wie etwa Transportorganisation, Unterkünfte, Catering und Energiesparmaßnahmen, gewinnbringend umzusetzen“, sagt Zeller. Bereits vor Start der Dreharbeiten wurde über nachhaltige Optionen gesprochen und Fahrgemeinschaften gebildet. Auf Unterkünfte in Hotels, die durch hohen Energieverbrauch CO2-Äquivalente verursachen, wurde fast komplett verzichtet. „Die Crew fuhr bis auf einige wenige Male immer zur Übernachtung nach Hause. Auf den sonst bei Filmproduktionen üblichen Dieselgenerator wurde verzichtet, der Strom wurde aus Steckdosen bezogen – dies war meist Ökostrom“, freut sich Zeller. Beim Catering achtete Location Manager Robert Ausserer auf eine lokale und saisonale Kost: „Die Hauptmahlzeiten wurden teilweise in Gasthöfen in unmittelbarer Setnähe eingenommen oder von einem Südtiroler Catering-Service direkt am Set zubereitet. Lediglich ein- bis zweimal wurden Fleischgerichte angeboten, es gab immer eine vegetarische und auch eine vegane Alternative – sowie mehrere Veggydays. Die Produkte wurden lokal bezogen“, so Ausserer. Während der Drehtage wurde auf Plastikgeschirr, auf Plastikflaschen und auch auf Kaffeetabs aus Aluminium verzichtet. „Wir haben den Kaffee selbst mit einer Mokkamaschine am Set zubereitet, die Porzellantassen danach abgespült“, freut sich auch Regisseur Thomas Hochkofler. „Es war uns sehr wichtig, die Kriterien zu erfüllen und einen so kleinen Fußabdruck wie möglich zu hinterlassen“, sagt Hochkofler.

Alles andere als normal.

Während bei großen Filmproduktionen vielen Anreisen im Flugzeug anstehen, die Schauspieler mit persönlichem Fahrer anreisen oder in Luxushotels übernachten, zeigte sich die „Joe der Film“-Crew bescheiden. „Das gesamte Team zeigte vollste Bereitschaft für eine nachhaltige Produktion, setzte die vorgegebenen Maßnahmen mit starkem Willen durch und zeigte großes Verantwortungsgefühl“, sagte Zeller. Den von der IDM ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog erfüllte die Produktion mit 104 von 117 möglichen Punkten. „Die Dreharbeiten zu ‚Joe der Film‘ waren ein Vorzeigeprojekt, was die Einsparung von CO2-Emissionen angeht. Die Produktion kann stolz auf sich sein“, freut sich Zeller. Im Abschlussbericht hielt der „Green Consultant“ noch weitere Maßnahmen fest, die am Set der Nachhaltigkeit zuliebe angewandt wurde: Das Waschen der Kostüme wurde reduziert, der Müll getrennt, das Drehbuch nicht ausgedruckt, die Einkäufe im nahegelegenen Supermarkt erledigt, die Kostüme im Fundus ausgeliehen, Snacks von lokalen Produzenten bezogen (Mila Joghurt, Loacker-Kekse, Meraner Mineralwasser aus Pfandflaschen), wenig Szenenbilder gebaut und Elektro- oder Euro 6 Fahrzeuge benutzt. „Wir haben großen Wert auf eine grüne Produktion gelegt, wohl wissend dass wir damit einen Beitrag für die Umwelt und auch die Nachwelt leisten können. Ich bin froh, dass wir so gut abgeschnitten haben und nun das ‚Green Shooting‘-Zertifikat in den Händen halten dürfen“, freut sich auch Produzent Markus Frings.

Ein grüner Film im Kino.

Nachdem die grünen Dreharbeiten Ende Mai erfolgreich und problemlos abgeschlossen werden konnten, liegt der Rohschnitt nun in der Postproduktion und wartet auf Musik, Ton und Special Effekts. Ab Oktober ist „Joe der Film“ in ganz Südtirol zu sehen. Seit einigen Wochen sind die Tickets für die Roadtour online erhältlich. „Wir haben bereits mehr als 2000 Tickets verkauft. Zwei Aufführungen, eine in Brixen und eine in Bruneck, sind bereits ausverkauft – dieser Andrang hat unsere Erwartungen vollkommen übertroffen“, freut sich auch Lukas Lobis, der nicht nur im Film als Schauspieler zu sehen ist, sondern sich auch für das Marketing verantwortlich zeigt. Noch sind reichlich Tickets auf der Homepage www.joederfilm.com erhältlich. Wer jetzt schon einige Hintergrundgeschichten vom Filmdreh mitbekommen möchte, kann die Social-Media-Kanäle von „Joe der Film“ abonnieren  und seine Lachmuskeln somit schon vorab auf den Herbst einstimmen. Weitere Infos zur Tour sowie zum Film findet man auf www.joederfilm.it.


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