In früheren Zeiten wurde viel weniger Fleisch gegessen und in den Ländern der Dritten Welt ist es auch heute noch eine Mangelware. Die Wohlstandsgesellschaft bedient sich aber großzügig an diesem Produkt. Umweltschützer und Ernährungsforscher warnen vor dem überdimensionierten Angebot an Fleisch. Um den Hunger in der Welt zu reduzieren, müssten die Weideflächen für Ackerbau genutzt werden, ganz abgesehen von der Methangas-Belastung, die die Tierhaltung verursacht. Aber natürlich ist Fleisch seit Urzeiten...

Im Laufe des vergangenen Jahres wurde die Villa Mathilde in der Obermaiser Leichtergasse umfassend renoviert. Dabei hat die Besitzerfamilie Zeller zusammen mit dem Architekten Stefan Palla sorgfältig darauf geachtet, die Bausubstanz in ihrem ursprünglichen Aussehen stilgerecht zu erhalten. Der neue Anbau an der Nordseite ist durch das Treppenhaus verdeckt und somit den Blicken entzogen. Die Dachgauben, als Zugeständnis an eine zeitgemäße Nutzung der Giebelräume, sind vertretbar. „Cottage Bertha“ liest man auf...

Das Handwerk in der alpinen Welt konnte sprichwörtlich nie den goldenen Boden erreichen, aber es war immer eine notwendige und taugliche Lebensform. Die Menschen versuchen, möglichst viel selbst zu erzeugen und zu verarbeiten. So vollzieht sich ihr Leben durchwegs autark, was bedeutet, dass der arbeitende, wirkende, sein Leben nach besten Kräften gestaltende, immer Neues suchende und landwirtschaftlich geprägte Mensch das, was er zum Leben benötigt, durch Fleiß, Geschicklichkeit und Wissen auf dem Feld, auf dem Acker, im Wald,...

Infolge der Harzgewinnung war mit einem Holzmassenzuwachsverlust zu rechnen. Auch die technische Holzqualität wurde beeinträchtigt. Lärchenholz wird nämlich durch das Anbohren auf „Lörget“ innerlich trocken und hart. Statt als Bauholz 50 bis 100 Jahre zu halten, überdauerte es durch übermäßigen Harzentzug nur wenige Jahre. Wenn Bohrlöcher außerdem nicht verschlossen werden, setzt die Fäulnis des Holzes ein. Hinzu kommt, dass der Harzverlust der Bäume zur geringeren...

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Während der hl. Nikolaus in der Stube die Kinder zum Guten ermahnt, poltert der Krampus vor der Tür mit Rute und rasselnder Kette, dass es zum Fürchten ist. Ein solcher Hausbesuch, wie er vor einigen Jahrzehnten noch üblich war, ist heute überholt und abzulehnen, es muss deswegen aber nicht insgesamt die Gestalt des Teufels aus der Vorstellung und dem Gedächtnis verdrängt werden. Die Volksfantasie hat im Laufe der Zeit diese Figur als Sinnbild des Bösen in schillernden Farben ausgemalt und facettenreiche...

Neues Wandgemälde im Ortszentrum von Obermais Kürzlich hat der Kunstmaler und Grafiker Herbert Schönweger am Haus an der Ecke Dantestraße/Apothekergasse im Auftrag der Besitzerfamilie Bartolini ein schmuckes Wandgemälde angebracht, das „Maria im Weinberg“ zeigt. Dieses seltene Motiv erinnert hier an die ausgedehnten Weingärten, die vor weniger als 100 Jahren noch die Kulturlandschaft zwischen der einstigen Langen Gasse (heute Dantestraße) und dem Winkelweg prägten. Den Gedanken, an der Fassade ein...

Wir, zwei Halunken aus Untermais, noch im Krieg geboren  und in der Nachkriegszeit hier aufgewachsen, ließen das Verbotene öfter einmal außer Acht, hielten aber zomm wia Pech und Schwefel, machten die Gegend unsicher, sorgten bei den Madlen gern für groaßes Ansehn und genossen eine unvergessliche Jugendzeit. Geld hatten wir keines, aber ollm a mords Hetz. Von der Schule brachten wir nur Fünfer heim, hatten aber ollm die beschte Pause mit. Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre war die Freiheit politisch sehr...

Wer sich in den vergangenen Jahrhunderten ein neues Kleid anfertigen lassen wollte und über die notwendigen finanziellen Mittel verfügte, ließ sich zunächst vom Schneidermeister maßnehmen und fragte ihn, wie viel seiner Meinung nach hierfür Stoff notwendig wäre. Danach begab sich der Kunde zu den Gewandschneidern, suchte das Tuch aus und kaufte das verlangte Maß. Da das Tuch ungeschoren war, musste er es zum Tuchscherer tragen, ehe er es dem Schneider bringen konnte. Außerdem hatte der Kunde weiteres...

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Demnächst soll das Dach des Bildstockes an der Ecke Christomannosstraße/ Ifingerstraße mit Holzschindeln fachgerecht erneuert werden. Die Inschrift am Giebel weist auf das Baujahr 1930 hin und das Wappen auf die Freiherrenfamilie von Hoffmann. Den Auftrag zum Bau der kleinen Kapelle gab Philipp Baron von Hoffmann, Eigentümer der Villa Paulina, die später Villa Danica und heute Villa Hoffmann genannt wird. Vermutlich hat der Tod seiner Mutter Lydia von Hoffmann, gest. 1929, den Freiherrn bewogen, ein sichtbares Zeichen der...

Kindheitserinnerungen Denkt man an die vielen Ameisenhügel in unseren Wäldern, werden Kindheitserinnerungen wach. Bei der sonntäglichen Wanderung hatte einst so mancher Familienvater eine mit Schnaps bzw. destilliertem Wasser gefüllte Flasche im Rucksack, die dann im Wald vorsichtig im Ameisenhaufen bis knapp unterhalb der Flaschenöffnung eingebettet wurde, um sie für einige Stunden den fleißigen Tierchen zu überlassen, welche sie neugierig aufsuchten und in der Folge darin ihre Sekrete, die Ameisensäure,...