Liste Rösch/Grüne

Mehr Platz für Kleinkinder in Meran

16. Dezember 2021

Die Liste Rösch/Grüne stellt fest, dass der von der Regierung Dal Medico/Zeller vorgelegte Haushalt 2022 bis 2024 keine Erhöhung der Plätze für Kleinkinder von 0 – 3 Jahren vorsieht. Auch die Situation an Schulen zwecks sozialpädagogischer Begleitung, spitzt sich aufgrund der sozialen und ökonomischen Schwierigkeiten in der Gesellschaft zu. Die Grünen bringen daher zwei Vorschläge in den Gemeinderat ein.
 
Die großen Herausforderungen dieser Zeit sind der soziale Zusammenhalt und die Stärkung der Familien in der Gesellschaft. Damit einher gehen unabdingbare Investitionen in den Sozial- und Bildungsapparat. Familien mit Kleinkindern sind auf Betreuungsplätze angewiesen, um gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihrer Arbeit nachkommen zu können. Für Kleinkinder, welche in prekären Verhältnissen aufwachsen, sind Betreuungs- und Bildungseinrichtungen zudem besonders wichtig für die eigene Entwicklung.
 
Die Meraner Grünen stellen nach Durchsicht der Unterlagen zum neuen Haushalt fest, dass Maßnahmen zum Ausbau der Kleinkinderbetreuung fehlen. Daher unterbreiten sie diese Woche dem Gemeinderat den Vorschlag die Betreuungsplätze innerhalb 2025 auszubauen. „Meraner Familien fordern mehr Plätze an Kindertagesstätten in Meran und es braucht eine systematische Erhebung der Bedürfnisse“, weiß Gemeinderätin Julia Dalsant zu berichten. „Die angestrebten 30 Prozent an Plätzen für 0- 3-jährige aus dem Haushaltsplan sind zu wenig. Wie sollen die restlichen Familien die Herkulesaufgabe der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stemmen?“
 
„Ausreichend Betreuungsplätze für 0- 3- jährige Kinder sind eine grundlegende Maßnahme, um Familien zu entlasten, um vor allem Frauen den Wiedereintritt ins Berufsleben gewährleisten zu können. Wir dürfen die Familien hier nicht allein lassen und müssen den gesellschaftlichen Entwicklungen mit mehr Investitionen Rechnung tragen“, meint der ehemalige Bürgermeister Paul Rösch dazu. Zwei Jahre Pandemie und Diskussionen um die Systemrelevanz von Berufen haben gezeigt, dass wir unsere Familien und unsere Zukunft, die Kinder dieser Stadt, nicht als letzte bei Investitionen berücksichtigen dürfen.
 
Die zweite Anwendungsrichtlinie der Grünen bezieht sich auf die Unterstützung Meraner Bildungsinstitutionen. „Im Haushalt gibt es keine Investitionen für den Bildungsbereich in Bezug auf Projektierungen zusammen mit den sozialen Akteuren in Meran, um das Bildungspersonal und die Familien mit der Präsenz von mehr Schulsozialpädagog:innen zu unterstützen“ erklärt Claudia Bellasi.  „Das Bildungspersonal steht, nicht nur seit der Pandemie, vor großen Herausforderungen und Familien mit unterschiedlichsten Voraussetzungen und auch Schwierigkeiten brauchen in Zeiten wie diesen ein gutes soziales Hilfsnetzwerk.“ ergänzt Julia Dalsant die Anwendungsrichtlinie. Die Gemeinde hat hier Spielraum, die Bürger:innen zu unterstützen und jede Investition, welche junge Menschen an Schulen auffangen und unterstützen kann, bedeutet auch, dass diese junge Menschen davor bewahrt werden können später in problematische Situationen abzurutschen. Die Meraner Grünen plädieren für einen Paradigmenwechsel bei den Finanzierungen und appellieren die Sorgen der Familien und des Bildungspersonals ernst zu nehmen und hier Akzente zu setzen.

 


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