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Editorial 19/2017

„Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann müssen wir alles ändern.“ Diese Worte von Giuseppe Tomasi di Lampedusa im „Gattopardo” deuten auf das, was wir gerade erleben: Neue Herausforderungen, die unseren Planeten und uns nachhaltig verändern – mit nachdrücklicher Intensität und mit Auswirkungen, die wir derzeit bestenfalls erahnen können. In „Schockstarre” zu verharren wäre verfehlt – das gilt für uns persönlich, als auch für die Einrichtungen unserer Stadt. Sicherlich eine herausfordernde Aufgabe, die einen nicht immer einfachen Veränderungsprozess erfordert. Ein Beispiel für ein klares Bekenntnis zur Erneuerung kommt vom Kapuzinerkloster in Meran. Während der letzten 400 Jahre erlebten die Kapuziner in Meran schöne, aber auch bange Stunden; es fehlte nie an den unterschiedlichsten Herausforderungen. Heute sieht sich das Kloster Veränderungen gegenüber, die sogar das Überleben der Klostergemeinschaft in Frage stellen könnten. Wie sich die Klosterbrüder dieser Herausforderung stellen, lesen Sie in unserer Titelgeschichte.

Unser Porträt haben wir in dieser Ausgabe Josef Oberhuber, dem langjährigen Chorleiter und Organisten der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, gewidmet. Sein Wirken und sein unermüdliches Engagement während der letzten Jahrzehnte hat dem Meraner Chorgesang eine neue Wertigkeit verliehen und insgesamt das Musikleben der Region nachhaltig geprägt.

Die Vielfalt aus Vergangenem und Heutigem spiegelt sich auch im Gespräch mit Ingrid Hofer, der Präsidentin der Kurverwaltung, wider - es geht um das Meraner Traubenfest, einer Tradition im Wandel.

Lieber Leser, freuen wir uns auf das Neue! Seien wir also mutig und lassen uns auf die notwendigen Veränderungen ein – umso mehr bleibt uns das Vertraute.