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Der Hofgärtner mehrerer französischer Könige, Jean Robin, brachte die Gemeine Robinie im 17. Jh. aus Nordamerika nach Frankreich, von dort gelangte der Baum als exotisches Ziergehölz in Parkanlagen nach England, Deutschland und Italien. Ihm zu Ehren wurde der Baum Robinia genannt. Er ist von allen Fremdgehölzen in Europa die Art mit der größten Ausbreitung. Die Gemeine Robinie stellt geringe Anforderungen an den Boden und man erkannte in ihr eine geeignete Baumart für die Wiederaufforstung von Wäldern,...

Auf der Kurpromenade, in der Nähe der Postbrücke, stehen zwei Rosskastanienbäume, die zu den beeindruckendsten Bäumen der Stadt Meran gehören ( R. Zeller, Meran: blühende Gärten, mediterrane Parks, romantische Promenaden; 2009 ) und als Naturdenkmal ausgewiesen sind. Im Jahre 1846 sind mehrere Rosskastanienbäume auf der „Wassermauer“ gepflanzt worden und die zwei monumentalen Bäume stammen wohl aus dieser Zeit, in der man auch begann, die Promenaden aufzuwerten und Ruheplätze für die...

Taschentuchbaum Im April blühen in Parkanlagen und privaten Gärten zwei Gehölze, die mit ihrem eindrucksvollen Schauapparat, der die Insekten anlocken soll, besonders hervorstechen; im Herbst fallen sie wegen der prächtigen Verfärbung der Blätter auf: der Taschentuchbaum oder Taubenbaum ( Davidia involucrata Baill.) und der Blumen-Hartriegel ( Cornus florida L.). Beide Gehölze gehören zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Beim Taschentuchbaum stehen um die Blütenstände...

Im April hüllt das Blütenmeer der Glyzine Balkone, Mauern und Gartenzäune, Bäume, Pergolen und Rankgerüste über Hauseingängen und Parkplätzen ein. Die prachtvollen blassvioletten, oft amethystfarbenen oder rosa getönten und auch rein weißen Trauben mit Schmetterlingsblüten erscheinen in Massen vor den Blättern und verströmen noch dazu einen angenehmen Duft. Die Glyzine , auch Wisterie und Blauregen genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler...

Die Kornelkirsche ist ein in Süd- und Mitteleuropa heimischer attraktiver Frühlingsblüher und gehört in die Familie der Hart­riegelgewächse (Cornaceae). Der Artname mas (lat.) bedeutet männlich und bezieht sich auf die Holzqualität; früher wurde mit männlich „Grobes“ oder „Hartes“ bezeichnet. Der langsam wachsende, sommergrüne Strauch oder kleine Baum erreicht bei uns eine Höhe bis 5 m und bildet eine breitbuschige bis halbkugelige Krone. Die...

Einer der wenigen Bäume, die aus Südamerika zu uns eingeführt worden sind, ist die Chilenische Araukarie , auch Chile-Tanne, Schuppentanne und Schlangenbaum genannt. Die Heimat dieses urweltlich anmutenden Baumes sind die südchilenischen und argentinischen Anden , wo er auch geschlossene Bestände bildet. Benannt ist der Baum nach der südchilenischen Provinz Arauco. Er gehört zur Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae) in der Ordnung der Nadelhölzer (Coniferales) und ist verwandt mit unserer Tanne...

Das trockene Klima Merans bietet nicht die geeigneten klimatischen Bedingungen zum guten Gedeihen der Sicheltanne, deshalb wachsen in den Parkanlagen nur mittelgroße Exemplare im Schatten anderer Bäume. Die Bäume finden in ihrer Heimat Japan , wo sie „Sugi“ genannt werden, und Südchina die besten Voraussetzungen zum Wachsen vor: kühle Lagen mit reichlich Niederschlägen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Sie bilden dort ausgedehnte Waldbestände und werden forstwirtschaftlich genutzt. Wegen des...

Arizona-Zypresse Die Arizona-Zypresse ( Cupressus arizonica  Greene ) sticht besonders durch ihr blaugrünes Blattwerk und die rötlichbraune Rinde hervor. Sie ist ein immergrünes Zypressengewächs (Cupressaceae), das in den Bergen Arizonas (Nordamerika) und Mexikos beheimatet ist. Von den fünf Varietäten dieser Art, die von manchen Botanikern als eigene Arten angesehen werden, kommen bei uns zwei Varietäten vor: die Rauborkige Arizona-Zypresse (C. arizonica var. arizonica) und die Glatte Arizona-Zypresse...

Ein charakteristischer Nadelbaum des Mittelmeergebietes schmückt auch in und um Meran die Promenaden, die Gartenanlagen von Ansitzen, Hotels, Villen und Gehöften sowie Hausgärten und Straßen und gibt der Landschaft mit seiner eleganten Säulenform ein südländisches Gepräge: die Mittelmeer-Zypresse . Ihre Heimat sind die gebirgigen Gegenden Kleinasiens und des Nordirans . Von dort gelangte sie über Griechenland und Zypern in den gesamten Mittelmeerraum . In der Toscana und an den Berghängen des...

An der Gilfpromenade unterhalb der Zenobergstraße überraschen uns in einem Steinbogengewölbe seltsame Sträucher, die mit ihren Stacheln und bedornten Dreiecken ein wehrhaftes Bild abgeben. Es sind Colletia cruciata und Colletia spinosa , die zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae) gehören und mit dem an den trockenen Hängen des Küchelberges vorkommenden Immergrünen Kreuzdorn ( Rhamnus alaternus ) verwandt sind. Colletia cruciata Gill.&Hook., Ankerpflanze : Die bleichgrünen Zweige...

In Merans Gärten und Parkanlagen ist die Stechpalme häufig anzutreffen. Ihre korallenroten Früchte, die sich kontrastreich vom dunklen Laub abheben, machen sie zu einem sehr beliebten Zierbaum. Mit Palmen ist die Pflanze allerdings nicht verwandt. Der deutsche Namensteil „ Palme “ lässt sich vielmehr von der Tradition ableiten, dass am Palmsonntag mangels echter Palmen Zweige von immergrünen oder zu dieser Jahreszeit bereits ergrünten Pflanzen (Weiden -„ Palm kätzchen“, Buchsbaum, Stechpalme)...

Die schmackhaften Früchte des Kakibaumes sind auch bei uns gut bekannt. Der Kakibaum kam allerdings erst Anfang des 20. Jahrhunderts nach Südtirol. Um 1800 gelangte er aus Japan und China nach Europa und erfreute sich bald großer Beliebtheit als Fruchtbaum. Im Mittelmeerraum, wo er in vielen Sorten angebaut wird, spielt der Baum eine größere Rolle. Der Kakibaum ist ein Ebenholzgewächs (Ebenaceae) und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen; er wird in China seit über 2000 Jahren genutzt. Der...