Aus botanischer Sicht wird das Stadtbild von Meran am stärksten von den majestätischen Zedern geprägt. Sie wurden ab Anfang der 50er-Jahre des 19. Jh., als sich die Stadt ihrer Rolle als Kur- und Gartenstadt bewusst wurde, in großen Gärten und Parkanlagen vielfach gepflanzt, sodass Meran heute jene Stadt im Alpenraum ist, die die meisten Exemplare an Zedern aufweist. Wegen des im Meraner Becken herrschenden milden Klimas wachsen sie hier rasch und sind verhältnismäßig widerstandsfähig gegen die Emissionen, werden...

Die Spindelsträucher werden hauptsächlich wegen ihrer Fruchtform und - farbe sowie herbstlichen Laubfärbung angepflanzt. Zur Gattung Euonymus gehören sommergrüne und immergrüne kleine Bäume und aufrechte oder niederliegende, seltener auch kletternde Sträucher , die der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae) zugeordnet werden. Beheimatet sind die Spindelsträucher in Europa, Asien und Mittel - und Nordamerika . Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Himalaja und in Ostasien. Der...

Die Scheinzypressen sind im Erscheinungsbild den echten Zypressen ( Meraner Stadtanzeiger Nr. 3 vom 10.02.2012) sehr ähnlich, sodass die Arten früher noch in die Gattung Cupressus eingereiht worden sind. Wegen einiger Merkmale wurde die eigenständige Gattung Scheinzypresse (Chaemocyparis) geschaffen: die Endverzweigungen sind stärker abgeflacht, die Unterseite der Blätter zeigt meist weiße Spaltöffnungszeichnungen, die Zapfen sind kleiner und die Samen reifen noch im gleichen Jahr ab. Beheimatet sind die...

Der Blasenbaum , auch Blasenesche genannt, hat viele Qualitäten, die seine Verwendung als Zierbaum in den Gärten und Parkanlagen rechtfertigen: Er blüht im Sommer mit leuchtend gelben Rispen und bildet dann dreikantige, aufgeblasene Kapseln; im Herbst färben sich die Blätter gelb bis orangebraun; er verträgt Boden- und Lufttrockenheit und ist stadtklimafest. Der in Ostasien (China, Korea, Japan) beheimatete und 1763 nach Europa eingeführte Baum ist dem im 18. Jh. lebenden deutschen Naturforscher J. G. Koelreuter...

Die Rot-Buche ist ein in weiten Teilen Europas heimischer Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie wird gewöhnlich als Buche bezeichnet; Rot-Buche wird sie genannt wegen der leicht rötlichen Färbung des Holzes. Die Buche ist eine der schönsten Laubholzarten unserer Wälder. Der inneralpine Charakter schließt jedoch buchenreiche Wälder in Südtirol aus. Größere Bestände findet man am Mendelzug (Altenburg bei Kaltern) und im Naturpark Trudner Horn (Schattenhänge...

Der Mönchspfeffer oder Keuschbaum bildet an den Küsten und auf Geröllschotter von Flussufern sowie an Felshängen und Waldsäumen im Mittelmeergebiet , in den Balkanländern bis zur Krim und Zentralasien zusammen mit Oleander und Tamariskenarten eine charakteristische Pflanzengesellschaft. Vitex agnus-castus wird nach neuen molekulargenetischen Erkenntnissen in die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gestellt. Der bis 3 m hohe, wärmeliebende, sommergrüne Strauch wird häufig gepflanzt, weil...

Mit dem uns bekannten Bambus hat der Himmelsbambus nichts gemein. Er macht aber mit drei besonderen Merkmalen auf sich aufmerksam: Die im Frühjahr grünen Fiederblätter verfärben sich im Herbst feuerrot. Im Sommer und Herbst erscheinen die weißen Blüten auf aufrechten Rispen. Diesen folgen die leuchtend roten, lang am Fruchtstand bleibenden Beeren. Der kleine, aus Asien (Japan, Zentralchina, Indien) stammende, zierliche Strauch wird wegen dieser Eigenschaften bei uns auf Promenaden, in Gartenanlagen und häufig auch...

Julius Hermer beschreibt in seinem „Büchlein“ über „Die Pflanzen in den Anlagen und Gärten von Meran-Mais“ (1905) den Amerikanischen Schusserbaum , wie der Geweihbaum auch genannt wird, in der Gilfanlage auf der „Kanzel“ unterhalb der Zenoburg. Heute findet man zwei Exemplare am rechten Passerufer beim Gilfsteg, der seit 1960 die Gilfpromenade mit der Sommeranlage verbindet. Der Reiz des Baumes liegt in der geweihförmigen Verzweigung der Äste, in den großen gefiederten...

Wenn vom Liguster geredet wird, meint man meistens die für Schnitthecken verwendeten, anspruchslosen Ligusterarten: den sommergrünen Ligustrum vulgare, Gewöhnlicher Liguster und den Ligustrum ovalifolium, Ovalblättriger oder Wintergrüner Liguster . Sie werden bei uns häufig zur Grünverbauung an verschiedensten Standorten angepflanzt. Ein schöner Liguster, der in unseren Parkanlagen, Gärten und Promenaden, sowie als Alleebaum an Straßen gerne angepflanzt wird, ist der Glänzende Liguster...

Der Artname „virginiana“ verrät die Herkunft des Baumes aus dem Bundesstaat Virginia im östlichen Nordamerika . Dort verwendete man das Holz zur Fertigung von Bleistiften (deshalb Bleistift-Zeder genannt) und Zigarrenkisten. Der Baum wurde schon im Jahre 1664 in Europa eingeführt. Im 18. Jh entwickelte sich das Holz der Virginischen Rot-Zeder , wie der Baum auch genannt wird, zum Modeholz und wurde verschwen-derisch für Holztäfelungen und für hochwertige Möbel verwendet. Den Namen Rot-Zeder erhielt der Baum...

Dieser Baum ist in Meran selten anzutreffen. Das hat wohl mehrere Gründe: Er stellt an den Boden etwas höhere Ansprüche, dieser soll tiefgründig sein und stabile Feuchtigkeit bieten. Die weit ausladende Krone benötigt eine beträchtliche Fläche (etwa 200 m²). K.L. Honeck schreibt in seinem Buch „Merans südländischer Pflanzenschmuck“ , dass der Baum deshalb ein „Einzelgänger“ geblieben ist. Die Eschenblättrige Flügelnuss ist eine Laubbaumart in der Familie der...

Die hübschen Blüten im Frühjahr und die leuchtend gelben Früchte im Winter machen den Zedrachbaum zu einem beliebten Zierbaum. Große Bedeutung hat er auch als Straßenbaum. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art ist der Süden und Südosten Asiens , wobei die Grenzen nicht bekannt sind. Der Zedrachbaum bevorzugt am natürlichen Standort ein feucht-warmes Klima und ist als junger Baum empfindlich gegen Trockenheit, Winterkälte und Beschattung. Der Zedrachbaum, auch Pater­nosterbaum...