Auf den Reisen ans Mittelmeer sind uns sicher die Böschungen entlang der Autobahn und die felsigen Trockenhänge an der Küste aufgefallen, die mit dem reich blühenden Pfriemenginster bewachsen sind. Die goldgelben Blüten bilden dort einen wunderschönen Kontrast zum Blau des Meeres. Der Pfriemenginster, auch Binsenginster und Spanischer Ginster genannt, ist eine Charakterpflanze der Macchia des Mittelmeergebietes von Spanien bis zur Türkei. Er gehört zu den Schmetterlingsblütlern in der großen...

Bereits im April erscheinen die hellgelben, zu Sträußen vereinigten, gefüllten Blüten der Gelben Banks-Rose ( Rosa banksiae Ait. var. lutea ), bei uns als das „Meraner Röschen“ bekannt. Die Rose wurde 1824 von John Parks im Auftrag der Royal Horticultural Society aus China in England eingeführt; von dort wurde sie in Mitteleuropa verbreitet. Sie ist sehr anpassungsfähig, verträgt Wärme und Trockenheit und kann auch tiefe Temperaturen ertragen; sie bevorzugt lichte Standorte an Kletterhilfen und...

Es herrschte große Begeisterung im Kreise der Naturwissenschaftler, als 1941 in einer unzugänglichen Bergregion im Südwesten Chinas lebende Bäume entdeckt wurden, deren Merkmale mit wenig vorher in Japan gefundenen fossilen Blatt- und Zapfenabdrücken aus der späten Kreidezeit und dem Tertiär übereinstimmten und die als ausgestorben galten. Die chinesischen Botaniker Hu und Cheng nannten den Baum Metasequoia glyptostroboides. Metá (griech.) bedeutet hinter , was auf das höhere Alter gegenüber der...

Mit dem Duft und der Färbung der Blüten locken die Blütenpflanzen zur Bestäubung Insekten an; diese werden dann vielfach mit süßem Nektar „belohnt“. Intensiv gefärbte Früchte locken wieder Tiere an, die für die Verbreitung der Samen sorgen. Eine besondere, purpurviolett-bräunliche Färbung zeigen die Blüten der Japanischen Aukube und der Fingerblättrigen Akebie. An schattigen Plätzen in Parkanlagen und Gärten, wo andere Pflanzen wegen Lichtmangels nicht mehr...

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Fenster neu erleben

Im Spätwinter verströmen die zarten Blüten zweier in China beheimateter Sträucher einen angenehmen Duft: die Wohlriechende Heckenkirsche und der Japanische Papierbusch. Die frühe Blütezeit und der Duft machen die Wohlriechende Heckenkirsche ( Lonicera fragrantissima Lindl. et Paxton) zu einem beliebten Zierstrauch. Der Gattungsname Lonicera ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Adam Lonitzer (1528-1586). Der Artname fragrans (lat.) in der Steigerungsform fragrantissima bedeutet stark duftend und bezieht sich,...

Mit dem in Meran häufig anzutreffenden Riesen-Mammutbaum nahe verwandt ist der Küsten-Mammutbaum. Beide gehören in die Unterfamilie der Mammutbäume (Sequoioideae) innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Gemeinsam haben die Bäume die dicke, leicht eindrückbare, faserige und tief gefurchte, rötlichbraune Rinde; sie unterscheiden sich in den Nadeln, die beim Küsten-Mammutbaum eibenähnlich sind, in einer stechenden Spitze auslaufen und unterseits zwei silbrigweiße...

Vor 160 Jahren (1852) bekamen der englische Pflanzensammler William Lobb und der Schotte J. Matthew Kenntnis von riesigen und uralten Mammutbäumen im südlichen Kalifornien und schickten ein Jahr später die ersten Samen nach England und Schottland, aus denen Jungbäume gezogen und im Handel angeboten wurden. Der Mammutbaum ist inzwischen durch Anpflanzung weltweit verbreitet. Der Riesen-Mammutbaum ist vom englischen Botaniker John Lindley beschrieben worden (1853), er nannte ihn Wellingtonia gigantea zu Ehren eines der...

Den ganzen Winter hindurch kann man in den Parkanlagen und auf den Promenaden blühende Sträucher und Bäume mit meist duftenden Blüten entdecken: Ein verlässlicher Winterblüher ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum, Meraner Stadtanzeiger Nr. 03/2011 ). Der Lorbeerschneeball (Viburnum tinus, Meraner Stadtanzeiger Nr. 01/2011 ) beginnt bereits im November mit der Blüte und trägt im Winter die stahlblauen Beeren, aber auch der Winter-Duftschneeball (V. x bodnantense) und der Duftende Schneeball (V. farreri)...

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agritura by Beikircher Grünland
Lifandi Südtirol, Trient, Gardasee

Von den aus Nordamerika eingeführten Kiefernarten fällt die im Südwesten Kaliforniens und Norden Mexikos heimische Coulter-Kiefer ( Pinus coulteri D.Don)  besonders wegen der ungewöhnlich großen Zapfen auf, die die schwersten von allen Kiefernarten sind und ein Gewicht bis zu 2 kg erreichen können. Die bis 25 cm langen, bläulich-grünen Nadeln stehen in Dreierbündeln steif ab und sind kurz scharf zugespitzt. Die bis 30 cm langen Zapfen sind länglich eiförmig; die dicken Enden der...

Eine weitere im Mittelmeergebiet typische Kiefernart ist die Aleppo-Kiefer ( Pinus halepensis Mill.). Der bis 15 m hohe Baum fällt auf wegen seiner graugrünen, dünnen und weichen Nadeln , die bis 10 cm lang sind und zu zweien gebündelt, oft pinselartig gehäuft an den Kurztrieben stehen. Der Stamm und die Äste sind oft gebogen oder gedreht. Die Baumkrone ist kugelig bis schirmförmig. Die kleinen, rotbraunen Zapfen ähneln denen unserer Wald-Kiefer, stehen wie diese zu 2-3 zusammen und sind kurz gestielt. Die Art...