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Vor 160 Jahren (1852) bekamen der englische Pflanzensammler William Lobb und der Schotte J. Matthew Kenntnis von riesigen und uralten Mammutbäumen im südlichen Kalifornien und schickten ein Jahr später die ersten Samen nach England und Schottland, aus denen Jungbäume gezogen und im Handel angeboten wurden. Der Mammutbaum ist inzwischen durch Anpflanzung weltweit verbreitet. Der Riesen-Mammutbaum ist vom englischen Botaniker John Lindley beschrieben worden (1853), er nannte ihn Wellingtonia gigantea zu Ehren eines der...

Den ganzen Winter hindurch kann man in den Parkanlagen und auf den Promenaden blühende Sträucher und Bäume mit meist duftenden Blüten entdecken: Ein verlässlicher Winterblüher ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum, Meraner Stadtanzeiger Nr. 03/2011 ). Der Lorbeerschneeball (Viburnum tinus, Meraner Stadtanzeiger Nr. 01/2011 ) beginnt bereits im November mit der Blüte und trägt im Winter die stahlblauen Beeren, aber auch der Winter-Duftschneeball (V. x bodnantense) und der Duftende Schneeball (V. farreri)...

Die hochwüchsige Nuss- oder Weiß-Kiefer ( Pinus sabiniana Dougl.) stammt aus Kalifornien .  Mit dem Namen sabiniana wollte der schottische Botaniker und Gärtner David Douglas (1799-1834) seinen Freund Joseph Sabine (1773-1837) ehren, der als Finanzbeamter und Sekretär der Royal Horticulural Society seine Sammeltätigkeit förderte. Der Stamm dieser Kiefer teilt sich an der Basis oft in starke, nach oben strebende Äste. Die sparrige Krone ist spärlich mit blass blau-grünen Nadeln besetzt, die...

Von den aus Nordamerika eingeführten Kiefernarten fällt die im Südwesten Kaliforniens und Norden Mexikos heimische Coulter-Kiefer ( Pinus coulteri D.Don)  besonders wegen der ungewöhnlich großen Zapfen auf, die die schwersten von allen Kiefernarten sind und ein Gewicht bis zu 2 kg erreichen können. Die bis 25 cm langen, bläulich-grünen Nadeln stehen in Dreierbündeln steif ab und sind kurz scharf zugespitzt. Die bis 30 cm langen Zapfen sind länglich eiförmig; die dicken Enden der...

Eine weitere im Mittelmeergebiet typische Kiefernart ist die Aleppo-Kiefer ( Pinus halepensis Mill.). Der bis 15 m hohe Baum fällt auf wegen seiner graugrünen, dünnen und weichen Nadeln , die bis 10 cm lang sind und zu zweien gebündelt, oft pinselartig gehäuft an den Kurztrieben stehen. Der Stamm und die Äste sind oft gebogen oder gedreht. Die Baumkrone ist kugelig bis schirmförmig. Die kleinen, rotbraunen Zapfen ähneln denen unserer Wald-Kiefer, stehen wie diese zu 2-3 zusammen und sind kurz gestielt. Die Art...

Pinus ist die artenreichste Gattung aller Nadelhölzer und die Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) ist nach ihr benannt. Es sind immergrüne Bäume , die fast ausschließlich auf der Nordhalbkugel Europas, Asiens und Amerikas verbreitet sind. Viele Arten sind wichtige Waldbildner und haben eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Eine große Anzahl von Arten und Sorten findet als Zierbäume und -sträucher Verwendung. Neben der in Südtirol heimischen Föhre gedeihen in Meran mit seinem besonders...

Eine aus Ostasien und Nordamerika stammende Pflanzengattung hat mit fünf Arten und vielen Kulturformen als beliebtes Ziergehölz in Parkanlagen und Gärten weltweite Verbreitung gefunden: der Lebensbaum . Thuja gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) und ist auf den ersten Blick nicht leicht von den ähnlichen Scheinzypressen (Chamaecyparis) zu unterscheiden ( Meraner Stadtanzeiger Nr. 19 vom 05.10.2012). Alle Thuja-Arten und ihre Formen sind immergrüne Bäume oder Sträucher , deren Zweige...

Im Herbst fallen zwei Baumarten durch ganz unterschiedliche Blattmerkmale auf: Die abgefallenen Blätter des Katsurabaumes riechen nach frischgebackenem Lebkuchen und die Blätter des Wald-Tupelobaumes verfärben sich farbenfroh von gelb über orange bis purpurrot. Einer der größten Laubbäume Japans ist der Katsurabaum ( Cercidiphyllum japonicum S.& Z.); er erreicht dort eine Höhe bis 30 m. Der langsam wachsende Baum wird bei uns meist nur halb so hoch oder noch niedriger; er wirkt durch seine zahlreichen...

Die Hopfenbuche ist der Vertreter des „Flaumeichengürtels“, der die Schattenlagen an den westlichen Berghängen (Forst, Marling, Tisner Mittelgebirge, vorderes Ultental) den Südhängen (Küchelberg) vorzieht. Sie liebt sommerwarme Standorte, die jedoch eher luftfeucht als trocken sein sollten. Nach der Eiszeit ist diese Baumart aus dem Mittelmeergebiet über das Etschtal bis in inneralpine Täler vorgedrungen; geschlossene Bestände reichen im Eisacktal bis Klausen, im Vinschgau bis Naturns, einzelne Exemplare...

Die Hainbuche wächst an seinem natürlichen Standort als schattenverträglicher Baum eingestreut in Laubmischwaldgesellschaften vor allem unter Eiche und Rot-Buche. Sie ist in den nördlichen gemäßigten Klimazonen Mitteleuropas bis Kleinasien beheimatet. Bei uns wird sie in Gärten und Parkanlagen als freistehender Baum und in Wohngebieten häufig als ungeschnittene oder geschnittene Hecke gepflanzt. Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und zusammen mit den...

Zwei Schmetterlingsblütler , die im Sommer und im Herbst über viele Wochen hinweg ihre zart lila bis violett gefärbten Blüten öffnen, sind Thunbergs Buschklee und der Himalaja-Indigostrauch . Beide Arten gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und lieben sonnige, warme und geschützte Plätze, damit sich die überhängenden Zweige schön entfalten können. Thunbergs Buschklee ( Lespedeza thunbergii (DC.) Nakai) ist ein sommergrüner Strauch mit vielen, bis 2 m...

Die Platane hat in der Stadt vor allem eine ökologische Bedeutung , wenn dem Baum gute Lebens- und Standortbedingungen geboten werden: Sie spendet an heißen Tagen angenehmen Schatten, kühlt mit dem dichten Laubwerk durch Wasserverdunstung die Luft ab und wirkt als „Luftbefeuchter“; sie reinigt die Luft von Abgasen und Staub; sie prägt mit ihrem mächtigen Wuchs, der auffallenden, scheckigen Borke, den großen und schön geformten Blättern das Stadtbild sowohl als Allee- als auch als Einzelbaum. Das...