An die ersten Tage auf der Covidstation im Krankenhaus Meran kann ich mich erinnern: Ich bekam Sauerstoff und Medikamente (ein Malariamittel und ein HIV-Therapie-Medikament). Zur Not konnte ich noch allein auf die Toilette und mich waschen. Durchfall stellte sich ein. Das Ganze war sehr mühsam. Dann, am 22.3. verschlimmere sich mein Zustand angeblich recht dramatisch: Ich wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und intubiert, d.h. von da an übernahm eine Beatmungsmaschine die Arbeit meiner erkrankten Lunge. In Meran war die Intensivstation voll...

Jedes Jahr am Samstag vor dem ersten Adventsonntag fuhr die ganze Familie zum Hilber. Dort, in den Waldungen hinter dem Gehöft, fanden wir Tannenreis, allerlei Zapfen und kugelförmiges Mistelgezweig mit erbsgrünen, ledrigen Blättern und weißen, mattglänzenden Perlen. Nebst diesen adventlichen Schätzen erwarben die Eltern käuflich auch den Kartoffel- und Apfelvorrat für die nächsten Monate, zeitungspapierumwickelte Eier und manchmal auch ein frisch abgemurkstes Huhn oder andere fleischliche Genüsse....

Am Montag, 9.März, zwei Tage nach unserem Familienausflug, stellt sich Fieber ein. Kälte kriecht mir den Rücken hoch. Ich denke: Grippe im Anzug. Tags darauf messen wir das Fieber: 37,2 bis 37,5. Einige Tage geht es rauf und runter, zwischen 37 und 38. Ich stehe zwischendurch auch ein wenig auf, arbeite am PC, aber meistens liege ich im Bett. Nach wenigen Tagen klettert das Fieber auf 38,5 und geht kaum mehr runter. Symptome Zum Fieber gesellt sich eine große Schwäche. Zunächst denke ich, es ist bloß Muskelkater...

Als Anfang März die ersten einschränkenden Bestimmungen der Regierung bekannt wurden, nahmen das viele Menschen nicht ernst. In unserer kleinen Seniorengruppe gab eine 90-Jährige allen Anwesenden demonstrativ die Hand und schimpfte auf die Regierung: „Das ist alles nicht wahr!“ Ich trat dafür ein, dass man sich an die Vorschriften halten müsse. Dass ich einmal in die Gefahr der Ansteckung käme, dachte ich nicht im Entferntesten. Es war bis dahin in Südtirol eigentlich nur von einer Person die Rede, die positiv...

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Der Kräutergarten Wo sich früher oberhalb der Altstadt ein steiler, verwahrloster Hang mit Reben und Apfelbäumen befand, wurde in mühevoller Kleinarbeit von der Stadtgärtnerei in Zusammenarbeit mit dem Gemeindebauhof ein Kräutergarten mit 250 Beeten angelegt. Er wurde im Jahre 2002 fertiggestellt und ist vom Tappeinerweg aus zu bestimmten Öffnungszeiten frei zugänglich. Das ca. 5.000 m² große, nach Süden exponierte und sonnige Gelände bietet die besten Voraussetzungen für das Gedeihen von...

Während der Vegetationsperiode werden für die Mitglieder des Südtiroler Beratungsrings in ca. 80 Ortschaften Flurbegehungen und Beratertage abgehalten. Dabei werden aktuelle Themen behandelt und vor Ort Kontrollen durchgeführt, um den Schädlings- und Krankheitsbefall bzw. die Anzahl der Nützlinge zu ermitteln. Aufgrund dieser Auszählungen werden eventuell notwendige Abwehrmaßnahmen empfohlen. Im Herbst finden Erntebegehungen und im Winter Baum- und Rebschnittbegehungen statt. Angelika Kröll vom Meraner...

In den letzten Jahren hat die Autonome Provinz Bozen-Südtirol die Organisation der Aufnahmeverfahren übernommen und war dem Staat gegenüber Garant für die Bewältigung der jüngsten Migrationswellen und der damit verbundenen Probleme. Das ist eine vernünftige Vorgehensweise, um die Notlage und die dringenden Probleme unmittelbar anzugehen. Bei der Bewältigung des Phänomens, von dem mehrere Gemeinden betroffen waren, allen voran Bozen, hatten die Südtiroler Gemeinden, wenn überhaupt, nur wenig Autonomie....

„ Gutes bewahren – Neues wagen: Fit for future and full life“. Seit nunmehr 70 Jahren bieten die Salvatorianerinnen in Meran rund 70 Oberschülerinnen aus allen Teilen Südtirols und darüber hinaus unter dem Motto „Lernen für das Leben“ Betreuung, Verpflegung und Unterkunft. Das Haus liegt mitten im Grünen im ehemaligen Nobelviertel Obermais. Es versteht sich seit je her als ein Ort weltoffenen Denkens, gelebter Solidarität, erfahrbarer Spiritualität und vielfältiger Begegnung. Im...

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Fenster neu erleben

Seit dem Anbringen des zweisprachigen Schriftzugs „Martin-Luther-Steg“ / „Passerella M. Lutero“ am bis dato namenlosen Steg, haben viele Deutschsprachige ihr Befremden gegenüber der italienisierten Form „Lutero“ ausgedrückt und ihrem Ärger in Leserbriefen und Online-Kommentaren Luft gemacht. Zu lebhaft ist die Zwangsitalienisierung der deutschen Vor- und Familiennamen unter dem Faschismus noch in Erinnerung. Ist der Unmut also nachvollziehbar? Geht die Italienisierung deutscher Namen nun wieder von vorne los?...

Das vergangene Jahr war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Das Wichtigste war der Eintritt einer kompetenten Mitarbeiterin, nämlich Eva Pföstl, als Verantwortliche für die Redaktion. Die neuen Sachthemen und die umfangreichen Titelreportagen zeigen, dass neuer Schwung in die Zeitung gekommen ist.  Das wollten wir auch durch ein völlig neu gestaltetes Layout sichtbar machen. Auch dabei war eine Frau am Werk: Julia von Wohlgemuth, Mitarbeiterin der Druckerei Lanarepro, hat mit ihrer Sachkompetenz die Weichen neu gestellt....