Die Hoffnung kommt zurück Die erste Zeit in der Intensivstation war, wie im letzten Beitrag geschildert, eine harte Prüfung. Ein Erlebnis brachte die Wende: Eines Tages fühlte ich mich ganz elend und verzweifelt, kein Fünkchen Hoffnung mehr, dann am Tag darauf wieder Energie, als wäre über Nacht ein Wunder geschehen. Da schöpfte ich Hoffnung. Besuche Mein Sohn Peter kam mich besuchen, er ist Arzt und konnte mir vieles erklären, was ich nicht wusste oder verstand. Er war mit den Ärzten in Kontakt,...

Die Atemnot Das Schlimmste in der Intensivstation in Meran war die Atemnot. Die Lunge war arg beschädigt. Eine Beatmungsmaschine ersetzte bzw. ergänzte die Lungentätigkeit, und ich hing am Sauerstoff. Mit einer Kanüle wurde er direkt in die Luftröhre geleitet. Wenn ich ganz ruhig und regungslos im Bett lag, war die Not auszuhalten. Aber wenn ich im Bett in die Sitzhaltung aufgerichtet wurde, ging mein Atem schon nach wenigen Minuten schwer. Eine Übung mit der Physiotherapeutin bestand darin, mich auf der Bettkante...

Wo bin ich? Von Feldkirch in Vorarlberg kam ich also zurück nach Meran. Es war der 7. Mai. An den „Einzug“ ins Krankenhaus kann ich mich aber nicht erinnern. Als ich „erwachte“, sah ich mich auf einer großen, offenen Terrasse, rundum kein Mensch zu sehen, alles war still und leer. Ich wähnte mich in Sinich, wusste aber nicht wieso. Da kommt eine Stimme von hinter mir, die sagt: „Herr Matzneller, haben Sie Angst?“ Ich erwiderte nichts, versuchte mich zu orientieren, sah vor dem Fenster – ja, jetzt...

Patienten, die intubiert waren, erzählen oft von Alpträumen. Die hatte ich nicht, aber Träume hatte ich genug. Alleinsein, Unsicherheit, Angst, der Tod. Sie besuchten mich in meinen Träumen. Traum eins Irgendwo zwischen Eppan und Girlan auf einer schmalen Straße mit dem Auto. Wohin jetzt? Ganz in der Nähe ist eine Villa mit großem Innenhof. Ich gelange da hinein. Nun bin ich im Rollstuhl. Verloren. Plötzlich taucht eine Pflegerin auf. Wir kennen uns. Am Eingang zum Hof ist ihre Krankenstation. Sie versorgt...

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Jedes Jahr am Samstag vor dem ersten Adventsonntag fuhr die ganze Familie zum Hilber. Dort, in den Waldungen hinter dem Gehöft, fanden wir Tannenreis, allerlei Zapfen und kugelförmiges Mistelgezweig mit erbsgrünen, ledrigen Blättern und weißen, mattglänzenden Perlen. Nebst diesen adventlichen Schätzen erwarben die Eltern käuflich auch den Kartoffel- und Apfelvorrat für die nächsten Monate, zeitungspapierumwickelte Eier und manchmal auch ein frisch abgemurkstes Huhn oder andere fleischliche Genüsse....

Am Montag, 9.März, zwei Tage nach unserem Familienausflug, stellt sich Fieber ein. Kälte kriecht mir den Rücken hoch. Ich denke: Grippe im Anzug. Tags darauf messen wir das Fieber: 37,2 bis 37,5. Einige Tage geht es rauf und runter, zwischen 37 und 38. Ich stehe zwischendurch auch ein wenig auf, arbeite am PC, aber meistens liege ich im Bett. Nach wenigen Tagen klettert das Fieber auf 38,5 und geht kaum mehr runter. Symptome Zum Fieber gesellt sich eine große Schwäche. Zunächst denke ich, es ist bloß Muskelkater...

Als Anfang März die ersten einschränkenden Bestimmungen der Regierung bekannt wurden, nahmen das viele Menschen nicht ernst. In unserer kleinen Seniorengruppe gab eine 90-Jährige allen Anwesenden demonstrativ die Hand und schimpfte auf die Regierung: „Das ist alles nicht wahr!“ Ich trat dafür ein, dass man sich an die Vorschriften halten müsse. Dass ich einmal in die Gefahr der Ansteckung käme, dachte ich nicht im Entferntesten. Es war bis dahin in Südtirol eigentlich nur von einer Person die Rede, die positiv...

Ich war viereinhalb Monate, vom 18. März bis zum 5. August – insgesamt 140 Tage – in drei verschiedenen Krankenhäusern. Zuerst war ich ein paar Tage in Meran; eine Nacht musste ich in der Notaufnahme verbringen, dann wurde ich in die Covid-Abteilung aufgenommen. Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich nach wenigen Tagen und so hat man mich intubiert. Da in Meran die Intensivstation voll besetzt war, verlegte man mich ins Krankenhaus von Brixen. Auch dort wurden die Plätze knapp und so kam ich nach Feldkirch in Vorarlberg....

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Während der Vegetationsperiode werden für die Mitglieder des Südtiroler Beratungsrings in ca. 80 Ortschaften Flurbegehungen und Beratertage abgehalten. Dabei werden aktuelle Themen behandelt und vor Ort Kontrollen durchgeführt, um den Schädlings- und Krankheitsbefall bzw. die Anzahl der Nützlinge zu ermitteln. Aufgrund dieser Auszählungen werden eventuell notwendige Abwehrmaßnahmen empfohlen. Im Herbst finden Erntebegehungen und im Winter Baum- und Rebschnittbegehungen statt. Angelika Kröll vom Meraner...

In den letzten Jahren hat die Autonome Provinz Bozen-Südtirol die Organisation der Aufnahmeverfahren übernommen und war dem Staat gegenüber Garant für die Bewältigung der jüngsten Migrationswellen und der damit verbundenen Probleme. Das ist eine vernünftige Vorgehensweise, um die Notlage und die dringenden Probleme unmittelbar anzugehen. Bei der Bewältigung des Phänomens, von dem mehrere Gemeinden betroffen waren, allen voran Bozen, hatten die Südtiroler Gemeinden, wenn überhaupt, nur wenig Autonomie....