Wir stellen zwei Frühlingsblüher vor, die in unterschiedlichen Lebensräumen wachsen. Der Acker-Gelbstern ( Gagea villosa (M. Bieb.) Sweet) ist in der roten Liste der gefährdeten Gefäßpflanzen Südtirols als stark gefährdet angeführt und ist folglich geschützt . Die Pflanze wächst in klimatisch begünstigten Gegenden auf nährstoffreichen Böden an Ackerrändern, in Weinbergen und auf Weidegrünland. Auf kultivierten Flächen wird sie infolge der Anwendung von...

Bereits ab dem Vorfrühling leuchten in Obstwiesen und Gärten aus der Blattstreu des vergangenen Herbstes strahlend gelbe Blüten hervor. Es sind Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), die aus dem Stärkespeicher in der Wurzelknolle oder Zwiebel die Kraft zum frühen Austreiben nehmen. Wir stellen zwei dieser Frühjahrsblüher vor. Der Kleine Winterling ( Eranthis hyemalis (L.) Salisb.) blüht schon, wenn noch Schnee liegt. Er ist in Süd- und Südosteuropa beheimatet, wo er in feuchten Laubwäldern...

In Südtirol ist die Gattung Ehrenpreis – Veronica, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört, mit etwa 30 Arten vertreten. Sie wachsen in vom Menschen geprägten Landschaften als Wiesenpflanzen und Ackerunkräuter, aber auch in alpinen Zonen. Es sind niedrige, einjährige bis ausdauernde, krautige, oft kriechende Pflanzen mit gegenständigen Blättern. Die meist blauen Blüten stehen zu mehreren gehäuft in Trauben am Ende des Stängels, auch einzeln oder zu mehreren in lockerer...

Die Stadtgärtnerei Meran ist bestrebt, für Neupflanzungen jene Gehölze auszusuchen, die mit den durch den Klimawandel geänderten Bedingungen gut zurechtkommen. Auch wird die Tradition fortgeführt, die Vielfalt des Artenspektrums zu erhalten und durch botanische Besonderheiten zu bereichern. Es besteht dabei auch weniger Gefahr, durch Krankheiten und spezifische Schädlinge größere Bestände zu verlieren. Ein Nutzen ergibt sich auch oft dadurch, dass bestäubende Insekten Nahrung und Vögel...

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An geschützten Standorten begleiten uns noch im Dezember Pflanzen mit farbenprächtigen Blüten – der heftige Schneefall Anfang Dezember 2020, der viele Bäume, Sträucher und Kräuter stark beschädigt hat, hat sie teilweise verschont. Dabei handelt es sich um drei Salbei-Arten. Von den weltweit etwa 900 Salbei-Arten – sie gehören zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) – gibt es einen Teil, der seit alters medizinisch in der Kräuterapotheke und als Gewürz in der Küche verwendet wird....

Von den etwa 90 Arten der Gattung Physalis werden einige als Obst- und Gemüsepflanzen kultiviert, wenige als Zierpflanzen. Die Blasenkirschen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Besonders auffallend sind die von einem Fruchtkelch umschlossenen Früchte. Der botanische Name und die deutsche Bezeichnung beziehen sich auf den aufgeblasenen Kelch, der die Frucht umgibt: phỹsa (gr.) = Blase . Die Blasenkirschen sind aufrechte oder niederliegende, mehrjährige, krautige Pflanzen , die meist einem Wurzelgeflecht...

Der auch als Chinesische Wolfsbeere bekannte Strauch wird in Zentral-China, in ostmediterranen Gebieten und seit einigen Jahren auch in Südtirol zur Gewinnung der Goji-Beeren kultiviert. Der anspruchslose Strauch wurde um die Mitte des 18. Jhs. in Europa als Zierpflanze eingeführte (Neophyt). Er wird auch als Bodenfestiger zur Dammbepflanzung verwendet. Die Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stammt ursprünglich vermutlich aus China . Schon der griechische Arzt Dioscurides von Samos (1. Jh. n....

Das Indische Blumenrohr gehört zur Familie der Blumenrohrgewächse (Cannaceae) und ist gekennzeichnet durch asymmetrische Blüten mit nur einem fruchtbaren Staubblatt; die fünf anderen Staubblätter und der Griffel sind als Kronblätter ausgebildet. Der Gattungsname canna (lat.) bedeutet Rohr und weist auf die aufrechten und hohlen Stängel der Pflanze hin. Der Artname indica (lat.) verweist nicht auf Indien, sondern auf die vor Mittel- und Südamerika gelegenen Westindischen Inseln , wo die ursprüngliche...

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Während die Taglilien (Hemerocallis) mit ihrer Blütenpracht punkten, werden die Herzblattlilien oder Funkien wegen der reizvollen dunkelgrünen oder mehrfarbigen Blätter als Blattschmuck geschätzt. Gegen Ende des 18. Jhs. wurden die ersten Funkien aus ihrer Heimat Japan und China nach Frankreich eingeführt. Die Botaniker ordneten die Pflanzen zunächst der Gattung Hemerocallis (Taglilien) zu, Anfang des 19. Jhs. gliederte man sie in die eigene Gattung Hosta aus. Sie werden der Unterfamilie der Agavengewächse...

Die Gattung der Taglilien umfasst beinahe 20 meist sommergrüne Arten in der Familie der Tagliliengewächse (Hemerocallidaceae). Fast alle Wildarten der Taglilie stammen aus Ostasien , sie gelten in Europa bereits im 18. Jh. als eingebürgert (Neophyten). Ab der ersten Hälfte des 20. Jhs. werden auf der ganzen Welt unüberschaubar viele Sorten gezüchtet. So sind weltweit über 50.000 eingetragene Hybriden entstanden, in Wirklichkeit gibt es noch viel mehr. Die meisten dieser gezüchteten Taglilien sind durch Kreuzungen...