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Bambus ist der Sammelbegriff für weltweit rund 1.250 Arten von immergrünen Großgräsern in der artenreichen Familie der Süßgräser (Poaceae). Von den Arten gibt es wiederum eine Vielzahl von Zuchtformen. Die schnell wachsenden Gräser unterscheiden sich voneinander in der Größe und Gestaltung von Halmen, Zweigen und Blättern. Die Halme sind hohl und werden durch Knoten in Segmente gegliedert . Die großwüchsigen Arten verholzen und besitzen kein sekundäres Dickenwachstum . An jedem...

Der Johannisbrotbaum ist eine alte Nutzpflanze, die ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet und aus arabischen Gebieten stammt. Die Nutzung seiner Früchte als Nahrungs- und Futtermittel in der Antike und im Mittelalter haben ihn zu einer Charakterpflanze des Mittelmeergebietes gemacht. Heute ist er weltweit dort verbreitet, wo die klimatischen Bedingungen das Wachsen des frostempfindlichen Gehölzes erlauben. Der Baum ist nach der hornartig gebogenen, schotenförmigen Frucht benannt: kerátion (gr.) =...

Ziergräser werden in Blumenbeeten wegen der schmückenden Blätter und der vielfältig gestalteten Blüten- und Samenstände gepflanzt. Die langen, schmalen und überhängenden Blätter mancher Arten sind immergrün, andere verfärben sich im Herbst auffällig goldgelb bis hell bräunlich. Die Blütenformen sind zarte Ähren und verzweigte Rispen und Trauben. Die unscheinbaren Einzelblüten fallen nur auf, wenn sich die gelben Staubbeutel der männlichen Blüten entfalten, die...

Die Zimmeraralie ist eine Zierpflanze, die sowohl in hellen Wohnräumen und im Wintergarten als auch im Freiland an geschützten, schattigen Plätzen gedeiht. Die nur sehr wenige Arten umfassende Gattung gehört zu den Araliengewächsen (Araliaceae) und stammt ursprünglich aus Ostasien und Neuseeland ; sie wächst dort in Bergwäldern, wo die Winter mild und frostfrei sind. Die Japaner nennen die Pflanze (ins Deutsche übersetzt) „Acht Finger“ wegen der handförmigen Blätter mit meist acht Lappen....

Das Heiligenkraut ist ein kleiner Zierstrauch, der gerne in warmen Steingärten, in Trockenmauern, in Kräuter- und Bauerngärten sowie auf Friedhöfen gepflanzt wird. Wegen des Gehaltes von ätherischen Ölen und Harzen duftet die Pflanze nach Reiben zwischen den Fingern intensiv würzig. Die natürlichen Standorte der Pflanze sind die trockenen, heißen Hügel und felsigen Hänge im westlichen Mittelmeergebiet . Das Heiligenkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Gattungsname...

In den Parkanlagen und Promenaden begegnet man häufig Pflanzen mit auffallenden, dichtbehaarten und silbrig schimmernden Blättern. Die zwei nachfolgend beschriebenen Arten sind im Mittelmeergebiet verbreitet und besiedeln dort sonnenbeschienene Standorte, wobei ihnen die dichte Behaarung als Schutz gegen erhöhte Transpiration, d. h. Wasserverlust, dient. Sie sind in mildem Klima mehrjährige, krautige Pflanzen, werden aber auch als einjährige Pflanzen zur Gestaltung von Pflanzbeeten eingesetzt. Eine beliebte und fast während...

Wir stellen zwei Pflanzen vor, die an ihren natürlichen Standorten in besonderem Maße an die Trockenheit der Steppen und Halbwüsten in Ost- und Südost-Europa angepasst sind. Bei uns findet man sie als Zierpflanzen an sonnigen und warmen Standorten in Steingärten und an Promenaden. Beide gehören in die Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Der Name Bleiwurz beruht auf einer irrtümlichen Annahme im 17. Jh., wonach der Pflanzensaft bei den damals weit verbreiteten Bleivergiftungen helfe. Obwohl das ein falscher...

Die blühfreudige Großblütige Abelie öffnet ab Juli bis Oktober (an geschützten Stellen bis Dezember!) für einige Monate ihre weißen bis zart rosafarbenen Blütenkelche. Wegen ihrer reichen Blüte wird die Pflanze auch Tausendblütenstrauch genannt. Sie gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist hervorgegangen aus der Kreuzung von zwei in China beheimateten Elternarten. Der Gattungsname ehrt den britischen Arzt Clarke Abel (1789-1826), der sich auf seinen Reisen nach...

Die für das Etschtal, das Eisacktal und den Vinschger Sonnenberg charakteristischen Flaumeichenwälder beherbergen auch die zwei wärmeliebenden Sträucher: die Gemeine Felsenbirne und die Steinweichsel . Wegen der zarten Blüten im zeitigen Frühling und wegen der dunkelblauen Früchte bereits im Sommer werden die Gehölze auch gerne als Ziersträucher in Grünanlagen und Gärten verwendet. Beide Pflanzen gehören zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Die Gemeine Felsenbirne ( Amelanchier ovalis...

Die Palisaden-Wolfsmilch ist eine ausdauernde, immergrüne krautige Staude mit kräftigen, aufrechten, bis einen Meter hohen Stängeln, die durch kurze, unterirdische Wurzelstöcke (Rhizome) buschig zusammenstehen. Die an der Basis verholzenden Stängel sind unverzweigt und oben dicht beblättert. Die lanzettlichen Blättchen fallen im Frühling besonders durch ihre frische, hellgrüne Färbung auf. Ab April zieren die Triebspitzen grünlich-gelbe Blütenstände , die 2 bis 4 mal gegabelt sein...

Die Ulme ist in Europa wegen des Ulmensterbens ein großes Sorgenkind. In Südtirols Wäldern, wo sie nur vereinzelt eingestreut vorkommt, sowie in den Parkanlagen, an Promenaden und Alleen von Meran ist sie noch nicht gefährdet. Die in weiten Teilen Europas vorkommende Feld-Ulme ( Ulmus minor Mill.; Synonym Ulmus carpinifolia Gled.) ist als erwachsener Baum von der Ulmenwelke am stärksten betroffen. Das bei uns meist als Strauch wachsende Gehölz braucht etwas mehr Sommerwärme als die in der letzten Ausgabe...

Sie tragen schon Samen, wenn andere Bäume die Blätter entfalten Die Ulme ist ein sommergrüner Laubbaum und wächst in der gemäßigten Klimazone auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Gattung ist durch ein charakteristisches Merkmal gekennzeichnet: Die kurz gestielten Blätter sind unsymmetrisch (eine Blatthälfte ist größer als die andere) und am Rande fein doppelt gesägt . Die breit verkehrt-eiförmig oder rundlich geformten Blätter stehen wechselständig an den Zweigen und...