Der auch als Chinesische Wolfsbeere bekannte Strauch wird in Zentral-China, in ostmediterranen Gebieten und seit einigen Jahren auch in Südtirol zur Gewinnung der Goji-Beeren kultiviert. Der anspruchslose Strauch wurde um die Mitte des 18. Jhs. in Europa als Zierpflanze eingeführte (Neophyt). Er wird auch als Bodenfestiger zur Dammbepflanzung verwendet. Die Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stammt ursprünglich vermutlich aus China . Schon der griechische Arzt Dioscurides von Samos (1. Jh. n....

Das Indische Blumenrohr gehört zur Familie der Blumenrohrgewächse (Cannaceae) und ist gekennzeichnet durch asymmetrische Blüten mit nur einem fruchtbaren Staubblatt; die fünf anderen Staubblätter und der Griffel sind als Kronblätter ausgebildet. Der Gattungsname canna (lat.) bedeutet Rohr und weist auf die aufrechten und hohlen Stängel der Pflanze hin. Der Artname indica (lat.) verweist nicht auf Indien, sondern auf die vor Mittel- und Südamerika gelegenen Westindischen Inseln , wo die ursprüngliche...

Wir haben die Taglilien mit ihren prächtigen Blütenfarben und die Herzblattlilien mit dem reizvollen, verschieden gezeichneten Blattschmuck vorgestellt. Diesmal beschreiben wir Pflanzen mit prächtig gefärbten und vielfältig gemusterten Blättern. Tropische Gebiete Asiens und Afrikas sind die Heimat der Wildarten dieses Lippenblütlers (Labiaceae), wo sie an Flussufern, auf Feldern und in Wäldern wachsen. Die Pflanze ist als Gartenzierpflanze in der Mitte des 19. Jhs. nach Europa gebracht worden. Die Kultivierung...

Während die Taglilien (Hemerocallis) mit ihrer Blütenpracht punkten, werden die Herzblattlilien oder Funkien wegen der reizvollen dunkelgrünen oder mehrfarbigen Blätter als Blattschmuck geschätzt. Gegen Ende des 18. Jhs. wurden die ersten Funkien aus ihrer Heimat Japan und China nach Frankreich eingeführt. Die Botaniker ordneten die Pflanzen zunächst der Gattung Hemerocallis (Taglilien) zu, Anfang des 19. Jhs. gliederte man sie in die eigene Gattung Hosta aus. Sie werden der Unterfamilie der Agavengewächse...

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Die mehrjährige Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zu den häufigsten Wildkräutern. Man trifft sie meist an sonnigen und trockenen Standorten, an Straßen- und Wegrändern (daher auch der deutsche Name), in Randbereichen von Äckern und Feldern sowie als Pionierpflanze auf Brachflächen an. Die Heimat der Gemeinen Wegwarte ist Mittel- und Südeuropa , inzwischen ist sie fast auf der ganzen Welt verbreitet. Die Blätter der krautigen Pflanze wurden nachweislich schon von den...

Auf Felsen, trockenen Hängen und Magerrasen von Tallagen bis über die Waldgrenze hinauf kann man die Zypressen-Wolfsmilch ( Euphorbia cyparissias L.) in ganz Südtirol finden. Wir beobachten sie an den felsigen Hängen am Tappeinerweg und am Serpentinenaufgang. Besonders auffallend sind die frischgrünen, schmal lanzettlichen, nadelartigen Blätter , die mehr oder weniger dicht den blaugrünen Stängeln entspringen. Ein besonderes Merkmal sind nichtblühende Seitentriebe unter dem Blütenstand. Dieser trägt...

Die Hauswurz gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Es gibt von der Hauswurz rund 50 anerkannte Arten, zudem einige Tausend Zuchtsorten für gärtnerische Verwendung. Bei uns sind die am meisten verbreiteten rot blühenden Arten die Spinnweb-Hauswurz, die Dach-Hauswurz und die Berg-Hauswurz. Die Pflanzen besiedeln vorwiegend besonnte Felsen und steinige Gebiete bis in die alpine Zone. Der Name Sempervivum setzt sich aus den lateinischen Wörtern semper = immer und vivus/m = lebendig zusammen und nimmt...

Die Mauerpfeffer-Arten sind krautige Pflanzen, die mehr oder weniger stark Wasser speichern können. Mit etwa 420 Arten ist Sedum die umfangreichste Gattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Sie wachsen bodendeckend an Mauern und Felsen, sie dienen als Zierpflanzen an Trockenmauern und zur Dachbegrünung. Die alten Römer glaubten, dass Fetthennen auf dem Dach vor Blitzschlag schützen. Daraus lässt sich auch der Gattungsname Sedum ableiten, denn sedare bedeutet abhalten, beruhigen . Zu einer anderen Deutung...

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Von der Schleifenblume gibt es etwa 30 Arten, die vorwiegend im Mittelmeerraum auf felsigen und steinigen Böden vorkommen. Als kleine schmucke Ziersträucher für sonnige Standorte und in Steingärten sind zwei Arten besonders interessant: die Felsen - ( Iberis saxatilis L.) und die Immergrüne Schleifenblume ( Iberis sempervirens L.), bekannt auch als Felsen- und Immergrüner Bauernsenf . Die Schleifenblumen gehören zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Linnè hat den Gattungsnamen Iberis vielleicht...

Die Gundelrebe, auch Gundermann genannt, ist eine mehrjährige und wintergrüne, krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie kriecht mit Ausläufern bis zu 1 m flach am Boden und bildet in regelmäßigen Abständen wurzelnde Knoten (vegetative Vermehrung). Die Pflanze kann so in kurzer Zeit eine geschlossene Decke bilden. Die vierkantigen, bis etwa 15 cm aufsteigenden Stängel bilden die Blütensprosse. An den Knoten befindet sich meist ein Blätterpaar oder mehrblättrige Rosetten, die...